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Sonntag, 11. Oktober 2026

Rocoux 1746 encore une fois

Ein Soldat des Leibregiments, das bei Rocoux am linken Flügel der Alliierten kämpfte auf unserer diesjährigen Anno Domi Veranstaltung 2026. Die Bayern haben sich gut geschlagen in der Schlacht. - A soldier of the Leibregiment which fought at Rocoux at the Allied left wing - here at our Anno Domini in 2026. The Bavarians performed very well in the battle. (photo: S. Winter)

Ein Husar vom Regiment Nadàsdy auf unserer Anno Domini Veranstaltung 2018. Das Regiment befand sich bei Rocoux am rechten Flügel unter den österreichischen Truppen. Es spielte keine wichtige Rolle in der Schlacht. - A hussar of the Nadásdy regiment at our Anno Domini event in 2018. The regiment stood at the right wing with the other Austrian troops. It didn't played an important role in the battle. (photo: J. Krämer)


Da wir diesmal im Jahr 1746 unterwegs sind in Wackershofen und sogar ein bisschen das Thema Militär behandeln, lag es nahe, dass wir uns nochmal der Schlacht bei Rocoux zuwenden. Wegen des historischen Hintergrunds habe ich bereits sehr viel dargestellt [1].

Das gesamte Schlachtfeld gesehen von Westen nach Osten. Das Dorf Fexhe befindet sich links im Vordergrund. - The complete battlefield on a look from West to East. The village of Fexhe is in the foreground at the left. (photo: C. Hanselmann)

 

Since we are in Wackershofen in 1746 this time, and even touching on the topic of the military, it seemed natural to revisit the Battle of Rocoux. I have already presented a great deal of information about it due to its historical context [1]. 

Meine Karte der Schlacht. - My map of the battle. (copyright: A. Hanselmann)

 

Damals haben wir aber irgendwie die zahlreichen Fotos verloren und das war ein zusätzlicher Grund uns nochmal dieser Schlacht zuzuwenden, abgesehen davon, dass die Bayern, die im Spätsommer 1746 von Bayern nach Flandern rechtzeitig für diese große Schlacht eintrafen [2].


Ein Blick von der französischen Seite in Richtung des linken verbündeten Flügels unter dem Prinzen von Waldeck. Hinter Ance stehen Massen an Kavallerie bereit. Wie auch in der historischen Schlacht, könnte sich ein Eingreifen Hammersteins als entscheidend auszahlen. - A view from our French side in the direction of the Allied left wing under the prince of Waldeck. There are masses of cavalry behind Ance ready to react. The impact of Hammerstein could pay off as it happened in the historical battle. (Foto: C. Hanselmann)

However, we somehow lost the numerous photographs at that time, and that was an additional reason to turn our attention to this battle again, apart from the fact that the Bavarians, who arrived in Flanders from Bavaria in late summer 1746, were in time for this great battle [2].

Ein noch besseres Überblicksbild. - A better view. (Foto: F. Hanselmann)

 

 

Dienstag, 29. September 2026

Anno Domini 1746 "Raufhändel ..." P 3

Der Sonntag bedeutete eine große Neuheit, da wir endlich einen neuen Pastor bekommen hatten, der die Andacht zelebrierte. Wir sangen das "Kriegslied", "Nach grüner Farb mein Herz begehrt", "Lobet den Herrn" und "Eine feste Burg ist unser Gott". Die etwas zweifelhaften Schmiede von denen ein paar dem Schultheißen unbekannt waren, missbrauchten die freie Zeit mit Würfelspiel am Rande.

Sunday brought a significant change, as we finally had a new pastor to conduct the service. We sang the "War Song," "My Heart Longs for the Color Green," "Praise the Lord," and "A Mighty Fortress Is Our God." The somewhat unsavory blacksmiths—some of whom were unknown to the village magistrate—misused their free time by playing dice off to the side.


Das sollte sich aber rasch rächen, als nämlich ein Steckbrief gegen Mittag aus Hall kam, worin ein Hammerschmied namens Preischel gesucht wurde [1]. Der in dem großen Haus bei der Schmiede wohnende Schmied war mir natürlich als Schultheiß bekannt. Es konnte aber ein wandernder Schmiedegeselle ergriffen werden. Da er mir keinen Ausweis, das heißt nicht seine Kundschaft [2], vorweisen konnte - auch nicht nachdem er bewacht vom Grabenreiter in der Schmiede gesucht hatte - sperrten wir ihn kurzerhand im Pferdestall des Steigengasthauses ein [3]. Später fand sich der ortsansässige Schmied ein, der für ihn bürgen wollte und schließlich auch eine Kundschaft aus Solothurn vorweisen konnte. Dass er mit dieser von dort bis ins Hällische gelaufen war, schien uns dennoch verdächtig. Dennoch beschied uns der Grabenreiter ganz richtig, dass wir gegen den Gesellen nichts mehr in der Hand hatten und ihn laufen lassen mussten.

However, this soon backfired when, around midday, a wanted notice arrived from Hall seeking a hammer-smith named Preischel [1]. Naturally, I knew the smith who lived in the large house by the forge in my capacity as village magistrate. However, a traveling journeyman smith was apprehended. Since he could not produce any identification—that is, his "Kundschaft" [2] (travel papers)—even after searching for them in the forge under the watchful eye of the "Grabenreiter" [3], we promptly locked him up in the horse stable of the Steigen Inn. Later, the local smith arrived, willing to vouch for him and eventually producing a set of papers from Solothurn. The fact that he had walked all the way from there to the territory of Hall with those papers struck us as suspicious nonetheless. Even so, the ditch rider rightly informed us that we had no further grounds to hold the journeyman and were obliged to let him go.


Danach versammelten sich alle Gemeinsmänner im Schankraum. Wir beschlossen, dass wir eine Dorfordnung für Leoweiler aufsetzen wollten, damit es nicht wieder zu Unsicherheiten wie die mit dem Hausgenossen kam [4]. Zugegen war ich als der Schultheiß, mein Nachbar als der neue Dorfmeister [5], der Schmied und der Steigenwirt [6]. Den Hausgenossen wurde nur 1 Stück Vieh zugestanden, war einer der Artikel. Jeder der vorerst 4 Artikel wurde einstimmig beschlossen.

 

Afterwards, all the commoners gathered in the taproom. We decided to draft a set of village regulations for Leoweiler to prevent a recurrence of the uncertainties surrounding the "Hausgenossen" [4]. Present were myself as the village headman, my neighbor as the new village master [5], the blacksmith, and the innkeeper [6]. One of the articles stipulated that "Hausgenossen" were permitted to own only a single head of livestock. Each of the four initial articles was adopted unanimously.

Tanzen vor dem Wirtshaus. - Dancing in front of the inn. (photo:  @kaefferleindesign)


Als wir rasch etwas gegessen hatten, wurde vor dem Gasthaus, wenngleich etwas weniger zahlreich wie am Vortag, getanzt. Dabei ist das Tanzen an Sonntagen eigentlich ungern gesehen. Aber der Grabenreiter schritt nicht ein.

Hufeisenwerfen am Gasthaus. - Horseshoe pitching at the inn. (photo: @kaefferleindesign)

 

After we had quickly grabbed a bite to eat, people were dancing in front of the inn—albeit in somewhat smaller numbers than the day before. Dancing on Sundays is actually frowned upon, yet the "Grabenreiter" did not intervene.

Der Schultheiß und der Leutnant zu Pferd. - The "Schultheiß" and the lieutenant on horseback. (photo: @kaefferleindesign)

Mittwoch, 9. September 2026

Anno Domini 1746 "Raufhändel..." Part 1

Dieses Jahr sollten wir eine spezielle Veranstaltung bekommen in Wackershofen. Trotz ein paar wenigen Ausfällen ist es wohl die größte Veranstaltung geworden, die wir jemals hatten und der Schankraum war an dem Abenden sehr gefüllt.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der starken Regenfälle, die uns mit Blitzen und Donner seit der Nacht schon beschäftigten. Daher konnte der designierte Amtmann Sanwald, der Nachfolger des am 27. August verstorbenen Arnold [1], nicht in den Weiler reiten, um dem Leutnant des bayerischen Leibregiments zu begegnen. In dem Haus eines Bauern wurden die beiden Bayern nicht fündig.

Den Regen sieht man hier garnicht. Wir haben keinen Deserteur gefunden. Der Dorfmeister war obendrein abwesend. - You can't see the heavy rain here. We didn't found a deserter - yet. Besides the mayor war absent. (photo: S. Winter)

 

This year, we were set to host a special event in Wackershofen. Despite a few minor setbacks, it turned out to be the largest event we have ever held, and the taproom was packed on those evenings.

The first day was dominated by heavy rainfall, accompanied by lightning and thunder that had been battering us since the night before. Consequently, the designated "Amtmann" Sanwald—successor to Arnold [1], who had passed away on August 27—was unable to ride into the hamlet to meet the lieutenant of the Bavarian Life Guards Regiment. The two Bavarians searched a farmer's house but found no trace of the man they were looking for.

Amtmann und Leutnant zusammen im Wirtshaus. - The bailiff and the lieutenant in the tavern. (Foto: S. Winter)


Später musste der baldige Amtmann der Frau des Schultheißen von Leoweiler ein Dekret in Form der "Obrigkeitlichen Verordnung..." [2] übergeben, da der Schultheiß nicht aufzufinden war. Da in dieser Verordnung das Strafmaß für Raufhändel garnicht verzeichnet ist, wurde vom baldigen Amtmann die Polizeiordnung [3] vorgestellt, wo eindeutig geregelt ist, welche Strafen man beispielsweise bei blutigen Wunden im Falle von Schlägereien zu erwarten hat. 

Der Amtmann ist zu Pferd eingetroffen. - The "Amtmann" arrived at horseback. (Foto: S. Winter)

Freitag, 5. Juni 2026

Krieg und Durchzüge 1746 - war and armies on the road in 1746

Wir stellen ja dieses Jahr in Wackershofen sowohl die Gegend um Hall während des 30-jährigen Krieges als auch während des Österreichischen Erbfolgekrieges dar. Ähnlich wie 1626 waren auch 1746 der Austragungsort größerer Kampfhandlungen [1] oder kleinerer Gefechte [2][3] in der Gegend [4] in eine andere Region weiter gewandert. Dennoch erlebte man die Spuren des Krieges durch teils massive Truppendurchzüge. So findet sich ein österreichischer Offizier namens Auge, der mit seinen Truppen auf den iltalienischen Kriegsschauplatz wechselte und in dem Zuge im August 1746 durch Hall kam [5]. Leider weiß ich nicht, ob sie noch irgendeinen Einfluss auf die militärischen Ereignisse nach der Schlacht bei Rottofredo [6] hatten.

This year in Wackershofen, we are depicting the area around Hall during both the Thirty Years' War and the War of the Austrian Succession. Similar to 1626, in 1746 the focus of major battles [1] or minor skirmishes [2][3] in the area [4] had shifted to another region. Nevertheless, the effects of the war were still evident through the sometimes massive troop movements. For example, there is an Austrian officer named Auge, who moved with his troops to the Italian theater of war and passed through Hall in August 1746 [5]. Unfortunately, I don't know if they had any further influence on the military events after the Battle of Rottofredo [6].

 

Österreichischer Husar Anno Domini 1743. - An Austrian hussar on our Anno Domini 1743 event. (Foto: J. Krämer)


Anders als 120 Jahre zuvor finden wir allerdings keine Plünderungen oder Entwendung von Tieren in großem Maßstab, auch wenn wir es in kleinem Maßstab noch im Zusammenhang mit dem Gefecht bei Übrigshausen kennen, wo ein Bauer dazu kam, weil er seinem ihm entzogenen Pferd gefolgt war und dadurch in die Probleme der Landleute mit den Österreichern verwickelt wurde. Es wurden nicht nur Vorspanntiere oder Schlachttiere nicht entführt, sondern auch bei den durchmarschierenden Truppen und ihren Kommandeuren darauf geachtet selbst kleinere Rechnungen zu begleichen, selbst wenn jemand wie die "Amtmännin Wiblin" vom Magistrat für die Unterbringung eines Stabes eine größere Summe forderte und immerhin 40 Gulden erhielt [7]. 

Unlike 120 years earlier, we find no large-scale looting or theft of animals, although we do know of a small-scale instance in connection with the skirmish at Übrigshausen, where a farmer became involved because he had followed his stolen horse and thus became entangled in the problems of the local people with the Austrians. Not only were draft animals or animals destined for slaughter not stolen, but the passing troops and their commanders were also careful to settle even small bills, even when someone like the "village head Wiblin" demanded a larger sum from the magistrate for the accommodation of a staff and received a mere 40 guilders [7].

Bayerischer Offizier vom Leibregiment. - A Bavarian officer from the Leibregiment. (Foto: A. Jäger)


Freitag, 20. März 2026

Plus des Suisses pour le roi

Ich habe beschlossen, dass ich ein weiteres Regiment der Schweizer für unsere Schlacht bei Rocoux benötige. Ich habe ja bereits das Regiment Bettens [1]. Diesmal habe ich mir das Regiment Diesbach ausgesucht. Die Uniformen sind sehr ähnlich. Als Vorlage habe ich die Zeichnung von Gudenus ausgewählt [2]. Die Kokarde ist weiß und auch die Borte am Hut. Die Fahne stammt von "Not by appointment" [3]. Dieses Jahr werden wir mit unserer Veranstaltung in Wackershofen ins Jahr 1746 gehen. Ein Grund mehr sich mich der Zeit zu beschäftigen.

 

J'aime beaucoup le drapeau du régiment. (photo: C. Hanselmann)

Sonntag, 10. August 2025

Die französische Armee des Österr. Erbfolgekrieges - The French army of the WAS p. 7

Anders als bei Uniformen zu denen ich keine Originale aus den 1730ern und 1740ern gefunden habe, gibt es zahlreiche Waffen wie Gewehre und Geschütze in den Sammlungen in Paris [1], Strasbourg [2] und anderswo. Die französische Artillerie wurde im Feld anders als die britische [3] recht statisch eingesetzt. Es ist bezeichnend, dass die französischen Kanonen bei Dettingen über den Main schießen sollten und recht rasch während der Schlacht kein Schussfeld mehr hatten [4]. 

Ein typisches französisches Kanonenrohr in Straßburg. - A typical French cannon barrel in Strasbourg. Musée historique de la ville de Strasbourg (photo: C. Hanselmann, 2022)

 

Unlike uniforms, for which I have found no originals from the 1730s and 1740s, there are numerous weapons such as rifles and cannons in collections in Paris [1], Strasbourg [2], and elsewhere. Unlike the British [3], French artillery was deployed quite statically in the field. It is significant that the French cannons were supposed to fire across the Main River at Dettingen and quickly lost their field of fire during the battle [4].

Meine französische Artillerie für Honours of War. Die Haubitze brauche ich eigentlich nur für mein Wissembourg (1744) Szenario. - My French artillery for HoW. I need the howitzer for my Wissembourg scenario only. (photo: André Hanselmann)


Sehr detailiert hat sich Jeff Berry darum bemüht die Verteilung der Geschütze auf französischer Seite in der Schlacht bei Fontenoy darzustellen [5]. Gerade diese Schlacht zeigt die hohe defensive Bedeutung der Artillerie einerseits wie auch, dass die Kommandeure der Artillerie - hier in dem Fall du Brocard [6] - wie die Generäle überhaupt sehr gefährdet waren selbst in der Schlacht zu fallen. Der Maréchal de Saxe versuchte tatsächlich den Maréchal de Camp du Brocard seine gefährliche Position an einer Batterie vor der Front der Aubeterre-Brigade zu verlassen. Doch beharrte du Brocard darauf zu bleiben und persönlich die Batterie zu bedienen und wurde Minuten später von einer britischen Kanonenkugel tödlich getroffen [7].

Die leichten Geschütze stammen aus einem Set von Schwedischer Artillerie für den Großen Nordischen Krieg. - The light artillery pieces are from a set of Swedish artillery for the Great Northern war. (photo: A. Hanselmann)

Freitag, 1. August 2025

Die französische Armee des Österr. Erbfolgekrieges - The French army of the WAS p. 6

Diesmal will ich mich der französischen Infanterie mit Ausnahme der Gardeinfanterie und der leichten Infanterie zuwenden. Hier in diesem Blogeintrag wird es auch nicht um die Artillerie gehen, welche aber nominell als 47. Einheit unter den Infanterieregimentern eingereiht war. Für meine eigenen Truppen, die ich für meine Präsentation von Schlachten wie Rocoux [1] benötigte, habe ich Milizeinheiten nicht aufgestellt. Überhaupt habe ich mich bemüht ähnlich wie bei meiner Kavallerie [2] ein möglichst abwechslungsreiches Bild widerzuspiegeln. Das heißt, dass ich versuchte auch die Fremdregimenter beispielsweise mit aufzustellen. In bestimmten Schlachten wie bei Pfaffenhofen [3] stellten diese einen überwiegenden Teil der französischen Truppen. Etwas überproportinal sind bei mir irische Fremdregimenter in der Sammlung vorhanden, weil ich den Angriff der Iren bei Fontenoy darstellen wollte.

4 Bataillone irischer Infanterie / 4 bn.s of Irish infantry: Berwick, Clare, Dillon, Rooth (photo: A. Hanselmann)

 

This time I want to focus on the French infantry, with the exception of the Guards Infantry and the Light Infantry. This blog entry will not be about the artillery, which was nominally classified as the 47th unit among the infantry regiments. I did not field any militia units for my own troops, which I needed for my presentation of battles such as Rocoux [1]. In general, I strove to reflect as diverse a picture as possible, similar to my cavalry [2]. This meant that I also tried to include foreign regiments, for example. In certain battles, such as Pfaffenhofen [3], these made up a predominant portion of the French troops. I have a somewhat disproportionate number of Irish foreign regiments in my collection because I wanted to depict the Irish attack at Fontenoy.

Der Maréchal de Saxe suchte die Schwächen der französischen Infanterie auszugleichen. - The Maréchal de Saxe tried to balance the weaknesses of the French infantry. - Painting from the atelier of Jean Étienne Liotard, musée historique de la ville de Strasbourg (photo: C. Hanselmann, 2022)


Bei den Uniformen habe ich mich sowohl an Schrift- als auch an Bildquellen aus der Epoche orientiert. Bei dem Detail der Kokarden an den Hüten, habe ich mich beispielsweise an die Zeichnungen von Gudenus von 1735 gehalten, der immer weiße Kokarden dargestellt hat [4]. Die Uniformen habe ich anfangs den Beschreibungen aus dem "État géneral..." von 1748 entlehnt sowie beispielsweise zeitnahen Gemälden über beispielsweise die Farbe der Patronentaschen, des Lederzeugs usw. [5]. Später wurde mir bewusst, dass ich meine Figuren auch für den Polnischen Thronfolgekrieg nutzen wollte und daher habe ich nun öfter auf die Bilder von Gudenus zurück gegriffen. Dies brachte auch mit sich, dass die Uniformen meiner Figuren deutlich farbenfroher wurden. In der Phase 1741-48 hatten viele Regimenter weiße Uniformen ohne Farbtupfer, also weiße Aufschläge an den Uniformröcken, weiße Westen und weiße Hosen [6]. Optisch unterschieden sich die Truppen dann eher durch die Knopffarbe und die Farbe der Borte am Hut. Ein Grund für meine Auswahl der Linienregimenter war ja auch ursprünglich, dass sie an möglichst vielen wichtigen Schlachten teilnahmen. Später habe ich mich aber auch beispielsweise für den italienischen Kriegsschauplatz geöffnet, wo dann natürlich andere Truppen dabei waren als in Deutschland [7] oder Flandern [8]. Manche Gemälde erwiesen sich auch erst nach einer Weile als unbrauchbar, da zwar im 18. Jahrhundert entstanden, aber doch mit einem gewissen zeitlichen Abstand. Das Problem mit Gemälden als Quelle wurde mir beispielsweise bei der Belagerung von Freiburg (1744) bereits bewusst [9].

Klassische französische Infanterie. Im Vordergrund sieht man das Regiment Royal Vaisseaux und dahinter Provence. - Classic French infantry: Royal Vaisseaux in the foreground and Provence behind. (photo: A. Hanselmann)

 

For the uniforms, I drew on both written and pictorial sources from the era. For example, for the details of the cockades on the hats, I followed the drawings by Gudenus from 1735, who always depicted white cockades [4]. Initially, I borrowed the uniforms from descriptions in the "État géneral..." of 1748, as well as from contemporary paintings, for example, regarding the color of cartridge pouches, leather goods, etc. [5]. Later, I realized that I also wanted to use my figures for the War of the Polish Succession, and so I began to draw more frequently on Gudenus's paintings. This also meant that the uniforms of my figures became significantly more colorful. In the period 1741-48, many regiments had white uniforms without any splashes of color, i.e., white cuffs on the tunics, white waistcoats, and white trousers [6]. Visually, the troops were then distinguished more by the color of the buttons and the color of the hat trim. One of the original reasons for my selection of line regiments was that they participated in as many important battles as possible. Later, however, I also opened my eyes to the Italian theater of war, for example, where, of course, different troops were involved than in Germany [7] or Flanders [8]. Some paintings also proved unusable only after a while, as they were created in the 18th century, but with a certain time lag. I was already aware of the problem with paintings as sources during the Siege of Freiburg (1744), for example [9].

Vorne sieht man Grenadiere verschiedener Regimenter unter den Fahnen des Regiments Auvergne. Dahinter befindet sich das eher unbekannte Regiment Nice, und dahinter eines von zwei Bataillonen La Marine, gefolgt von Navarre und Royal la Marine. - In front you can see grenadiers of different regiments under the flags of the Auvergne regiment and behind the less known Nice regiment followed by one of two bn.s La Marine followed by Royal Marine. (photo: A. Hanselmann)

Sonntag, 11. Mai 2025

Fontenoy refight - anniversary wargame

Since my son kept asking me when we could recreate the Battle of Fontenoy from May 11 1745 again, I finally did it. Loyal readers will remember a series about this battle [1]. I was really struggling with myself, as I actually wanted to conclude my blog series on the War of the Polish Succession with the Battle of Klausen. I've also been told that there will be an event on site this year to mark the anniversary. But unfortunately, I'm busy on that date.

A view on our "battlefield". The small Austrian contingent in the foreground never made it into the fighting as it happened historicaly. (photo: C. Hanselmann, 2025)

 

This time, I've made an effort to ensure the battlefield is more topographically represented than last time. There are also a few new buildings I've recently acquired to admire. On top of that, I've now painted a Dutch cavalry regiment, which, of course, will also be used. Since I don't have any other Dutch mounted troops, I used Hessians [2] and Piedmontese horse instead.

I still used the same map as before. (map by A. Hanselmann)


I personally took over the Anglo-Dutch side, while my co-author here on the blog commanded the French. This battle presents a significant challenge for any player on the offensive side. The terrain between Antoing and Fontenoy is difficult to attack, as the Dutch not only face the well-entrenched French infantry in Antoing and Fontenoy, but also risk being under flanking fire the deeper they advance. Therefore, I decided from the outset to only hint at an attack here, but to have my best Dutch troops, as coordinated as possible with the Hanoverians, attack Fontenoy, which would be bombarded with massed artillery if possible.

Cronström refused to move and I knew that I had not much of time to take Fontenoy before de Saxe would have his Irish into the fighting. Therefore I ordered the Prince of Waldeck to advance nevertheless and I hoped to rely on my artillery. (photo: C. Hanselmann, 2025)


On the Redcoats' side, I intended to advance as quickly as possible before de Saxe could bring his Irish forward. Experience, not only from the historical battle but also from our game [3], has shown that the French Guards cannot withstand British platoon fire. The cavalry seemed to me to be of no use except to parry any attempt by Richelieu and the French cavalry to encircle them. Ingolsby's troops were only supposed to pretend that I was advancing against the redoubts, so that the Irish Brigade would be diverted from this approach.

The view of his majesty the king of France (here at the Justice d'Antoing). You can see here how the French Maison du Roi-cavalry moved towards the British. (photo: C. Hanselmann 2025)

 

This time, the battle unfolded quite differently. Except for an advance by the French cavalry against Ligonier [4], which then stalled, they remained defensive. As hoped, Ingolsby attracted the attention of the Irish troops.

 

The Dutch are charging one of the French redoubts next to Fontenoy and the village itself. Some defenders are forced to retreat. But the attack is too week and I decided to not occupy the redoubt because the French had their strong Swiss units to recapture the position and I had no reserves to support Waldeck's battalions. The Gardes Voets are whipped out. You may notice that Ilten's Hanoverian foot is too far away to help Waldeck's forces. (photo: C. Hanselmann, 2025)

Contrary to expectations, however, Cronström refused any advance. This left the Prince of Waldeck alone with his units, facing the defenders of Fontenoy and the troops under Montagne. The British cavalry took far too long to make way for the Hanoverians, who under Ilten would support the Dutch attack. Even the heavy artillery fire of the Hanoverians and Dutch was not enough to completely drive away the defenders of Fontenoy. An initial wave was repulsed. A further, weaker wave succeeded in driving a French battalion out of Fontenoy, but also routed the Dutch foot guards. Vauguyon had thus held Fontenoy to a certain extent.

Another perspective on the fighting at Fontenoy. One of Waldeck's units had to rally near Bourgeon after suffering under heavy French fire. The British infantry was advancing too slowly even with Ligonier as a Dashing general in command - that was my greatest problem as I hoped to overrun the proud French guards and led them flee into the ranks of the line infantry behind them. (photo: C. Hanselmann, 2025)


At the same time, Ingolsby managed to deliver a devastating defeat to Grassin's arquebusiers. But, faced with the overwhelming odds that awaited him, he remained at the edge of the Bois de Barry forest. The advance of my British infantry under Ligonier was halted by the skillful replacement of the front line of the Gardes Francaises with rested battalions. Meanwhile, a final assault on Fontenoy was launched from two sides by the remaining battalions under the Prince of Waldeck-Pyrmont and Ilten's Hanoverians. Even though I had previously succeeded in eliminating two French batteries around Fontenoy, the French skillfully retaliated against my attempt, which completely collapsed as a result.

 

After my Dutch were repulsed I tried to weaken the defenders of Fontenoy. But the French could replace some losses. At least two batteries were left in their positions... (photo: C. Hanselmann, 2025)

Now I had most of my infantry in position to fire. Ingolsby was slowly advancing trough the Bois de Barry. (photo: C. Hanselmann, 2025)

The Arquebusiers were overrun by the highlanders using bayonets and swords! (photo: C. Hanselmann, 2025)

Samstag, 1. März 2025

Die französische Armee des Österr. Erbfolgekrieges - The French army of the WAS p. 5

Die Kavallerie war die Waffengattung mit der höchsten Reputation in der Armee. Dabei war die Eigenwahrnehmung ganz offensichtlich eine vollkommen andere als die von außen. In zahlreichen Schlachten des Österreichischen Erbfolgekrieges hatte die Reiterei ein jämmerliches Schauspiel abgeliefert. Das betrifft nicht nur die kleineren Gefechte wie bei Grimbergen [1] sondern auch die großen Schlachten. Es gab verschiedene Versuche die Unterlegenheit der Schlagkraft der französischen Kavallerie zu beheben indem man die Angriffsformation änderte [2]. 

The cavalry was the branch with the highest reputation in the army. The self-perception was obviously completely different than that from the outside. In numerous battles during the War of the Austrian Succession, the cavalry put on a pitiful display. This applies not only to the smaller battles like at Grimbergen [1] but also to the major battles. There were various attempts to remedy the inferiority of the French cavalry by changing the attack formation [2].

Meine Cavalerie Légère und Gendarmes. - My Cavalerie Légère and Gendarmes. (photo: A. Hanselmann, 2025)

Ebenso umstritten war der Einsatz der Feuerwaffen auch im Kampf gegen gegnerische Reiterei. Dabei sieht man, dass es bei den Eliteeinheiten der Maison du Roi - den Gendarmes und Chevaulegers de la Garde keine Karabiner gab. Die Herkunft der Angewohnheit lediglich die Pistolen auf den Gegner abzufeuern und sodann mit dem Pferd vor der Front des Gegners abzubiegen, scheint aus der Epochen der Caracoles zu stammen. Man erinnert sich an Gemälden wie einem der Schlacht bei Fleurus von Peter Snayers von 1622 [3], wo man diese Vorgehensweise bereits erkennt. Der Einsatz mit Pistolen gegen Infanterie, die ohnehin eine weitaus dichtere und höhere Feuerkraft als die Reiterei besaß und obendrein mit den Gewehren der Epoche eine größere Reichweite, erscheint als besonders fragwürdig.

The use of firearms in combat against enemy cavalry was equally controversial. You can see that the elite units of the Maison du Roi - the Gendarmes and Chevaulegers de la Garde - did not have carbines. The origin of the habit of simply firing pistols at the opponent and then turning the horse in front of the opponent's front seems to come from the era of the Caracoles. One remembers paintings such as one of the Battle of Fleurus by Peter Snayers from 1622 [3], where one can already see this approach. The use of pistols against infantry, which already had a much denser and higher firepower than the cavalry and, on top of that, a greater range with the muskets of the era, appears to be particularly questionable.

In der Bildmitte vorne die Gendarmes - dem Namen nach die Schwere Kavallerie. - In the middle of the photo in the foreground my Gendarmes - which were the socalled heavy cavalry. (photo: A. Hanselmann, 2025)


Die Rückseite der Gendarmes. Es sind die beiden Eskadrons der Gendarmes Anglois und Eccossais. - The back of my Gendarmes. These are from the squadrons of the Gendarmes Anglois and Eccossais. (photo: A. Hanselmann, 2025)

Recht typisch ist, wenn wie in der Schlacht bei Fontenoy im Mai 1745 nur ein kleines Häuflein von Reitern in die gegnerische Infanterie einbrach, während der Rest des Reiterregiments abbog ehe es mit der Infanterie zu Zusammenstoß kam. Die wenigen Männer des Regiments Noailles konnten dann kaum etwas ausrichten und wurden zwischen den britischen Fußsoldaten aufgerieben. Nur 14 Mann des führenden Schwadrons überlebten einen Ansturm um die Mittagszeit, 10 von ihnen wurden gefangen genommen [4].

It is quite typical when, as in the Battle of Fontenoy in May 1745, only a small group of cavalry broke into the opposing infantry, while the rest of the cavalry regiment turned away before clashing with the infantry. The few men of Noailles' regiment could hardly do anything and were wiped out between the British foot soldiers. Only 14 men from the leading squadron survived a midday rush, and 10 of them were captured [4].

Das Regiment Royal de Carabiniers (No. 12), eigentlich eines der sehr großen Regiment er. - The regiment Royal de Carabiniers (No. 12) - in reality one of the very large regiments. (photo: A. Hanselmann, 2025)

Clermont-Tonnerre Cavalerie (No. 32 1748) - Clermont-Tonnerre Cavalerie (No. 32 1748). (photo: A. Hanselmann)


Das Regiment Royal Cavalerie nahm die Nummer 4 ein. - The regiment Royal cavalerie had the number 4. (photo: A. Hanselmann, 2025) 

Dienstag, 14. Januar 2025

Die französische Armee des Österr. Erbfolgekrieges - The French army of the WAS p. 4

Man hätte die Dragoner der französischen Armee auch zusammen mit den leichten Truppen [1] vorstellen können, da die französische Armee die Dragoner doch sehr speziell einsetzte. Ähnlich den gemischen leichten Truppen wie den Arquebusiers de Grassin, die aus Berittenen und Fußsoldaten bestanden, kamen Dragoner zu Fuß und zu Pferd zum Einsatz. Häufig agierten Dragoner auch zusammen mit den leichten Truppen wie im Gefecht bei Mont-Saint-André [2] 1746. Anders als in den anderen europäischen Armeen hatten die Dragoner des französischen Heeres noch nicht ihre Funktion als bewegliche Infanterie aufgegeben. Das spiegelt sich auch in der Kombination aus speziellen Gamaschen und Schuhen wider statt der bei den Gegnern sich durchgesetzten Stiefel. Ich kenne keine Armee, wo signifikant die Dragoner abgesessen kämpften. In der Schlacht bei Fontenoy formierten Dragoner der Regimenter Mestre de Camp [3], Royal unter dem Marquis de Beauffremont [4] neben den Schweizer Infanterieregimentern Bettens und Diesbach einen Abschnitt der Frontlinie zwischen dem Dorf Fontenoy und der Stadt Antoing [5].

Meine Dragoner aufgesessen und abgesessen. - My dragoons on horseback and on foot. (photo: A. Hanselmann, 2024)

 

The dragoons of the French army could also have been introduced together with the light troops [1], since the French army used the dragoons very specifically. Similar to the mixed light troops such as the Arquebusiers de Grassin, which consisted of mounted and foot soldiers, dragoons were used on foot and on horseback. Dragoons often acted together with the light troops, as in the battle of Mont-Saint-André [2] in 1746. Unlike in the other European armies, the dragoons of the French army had not yet given up their function as mobile infantry. This is also reflected in the combination of special gaiters and shoes instead of the boots that have become popular among opponents. I don't know of any army where dragoons fought significantly while dismounted. In the Battle of Fontenoy, dragoons from the Mestre de Camp [3], Royal regiments under the Marquis de Beauffremont [4], alongside the Swiss infantry regiments Bettens and Diesbach, formed a section of the front line between the village of Fontenoy and the town of Antoing [5].

Im Vordergrund sieht man mit Hüten das Regiment Beauffremont. - In the foreground you can see with their hats the Beauffremont regiment. (photo: A. Hanselmann)


Die Uniformen haben sich seit dem Polnischen Thronfolgekrieg nicht besonders geändert. Markant sind auf den Darstellungen von Gudenus 1735 die besonders armselig aussehenden Pferde der Dragoner beispielsweise auf einer Zeichnung eines Dragoners des Regiments Harcourt[6]. Ein markanter Unterschied ist, dass Gudenus die Kokarden an den Hüten der Dragoner wie bei den anderen Truppen auch in Weiß darstellt, während es 1748 ausdrücklich zu den Hüten heißt "& cocarde noir" [7]. 

Mit Bonets sieht man hier die Dragoner des Regimentes Orléans Dragons. Ich habe Hüte beschnitten um die Mützen zu machen. - You can see dragoons of the regiment Orléans Dragons. I had to cut hats to make the caps. (photo: A. Hanselmann, 2024)

 

Montag, 2. Dezember 2024

Die französische Armee des Österreichischen Erbfolgekrieges - The French army of the WAS p. 3

Diesmal soll es um leichte Truppen gehen. Hierbei werde ich für unsere Leser optisch die leichten Fußtruppen und Husaren vorstellen.

Diese Einordnung ist historisch natürlich etwas fragwürdig. Denn die Husaren gehörten organisatorisch einfach zu der Cavalerie Légère. Die Arquebusiers de Grassin hingegen waren in der Linieninfanterie eingereiht als 124. Infanterieregiment, obwohl diese Einheit aus Infanterie (Grenadiers & Arquebusiers) und immerhin über 500 Berittenen bestanden [1].

Meine leichten Truppen. Ich habe versucht eine möglichst bunte Truppe zusammen zu stellen. - My light troops. I tried to get as much colour as possible in my troops. (Foto: A. Hanselmann)


This time it will be about light troops. Here I will visually introduce the light foot troops and hussars for our readers.

This classification is of course somewhat historically questionable. Organizationally, the Hussars simply belonged to the Cavalerie Légère. The Arquebusiers de Grassin, on the other hand, were part of the line infantry as the 124th Infantry Regiment, although this unit consisted of infantry (Grenadiers & Arquebusiers) and over 500 mounted men [1].

Meine leichten Truppen von hinten. Man erkennt recht gut, dass die einen Husaren anders bemalt sind. - My light troops from the back. You can notice that some of the Hussars are painted differently. (photo: A. Hanselmann)


Trotz dieser Einteilungen sieht man klar in den Einsätzen der Husaren und leichten Fußtruppen und sie begleitenden berittenen Einheiten, dass diese Teile der Armee gemeinsam verwendet wurden. Mehrfach versuchte die französische Militärführung ähnlich der österreichischen die Gegner mit leichten Truppen zu überfallen, Hinterhalte zu legen und Transporte zu erbeuten. Man erkennt relativ rasch bei einem Vergleich der zahlreichen Gefechte und Scharmützel, die wir in den letzten Jahren auf unserem Blog vorgestellt haben wie weitaus erfolgloser die Franzosen mit diesen Vorhaben allerdings waren [2]. Ich habe den Eindruck, dass die leichten Truppen der Franzosen oftmals zu schwerfällig agierten, zu langsam auf neue Situationen im Gefechtsverlauf reagierten und den schnell angreifenden und ebenso rasch sich zurück ziehenden Husaren der Österreicher dadurch hoffnungslos unterlegen waren. Obendrein waren die österreichischen leichten Truppen zumeist Ungarn und anderen Spezialisten in der Führung des Kleinen Krieges unterstellt wie Beck, Trenck oder Baranyay. Die französischen leichten Truppen hingegen hatten keine solchen Anführer - ausgenommen vielleicht Bercheny [3], der selbst aus Ungarn stammte.

Meine leichten Fußtruppen werden angeführt von zwei kleinen Truppen, die ich in einer Einheit für Honours of War zusammen gestellt habe. Es handelt sich um die Compagnies Franches Noble und Chemin. Die Bemalung orientiert sich an Darstellungen von Gudenus - passt also in den Polnischen Thronfolgekrieg. - My light troops are led by two small troops which are mixed for Honours of War in one unit. These are the Compagnies Franches Noble and Chemin. Painting followed the pictures by Gudenus - therefore they are for the WPS. (photo: A. Hanselmann)


Despite these divisions, it is clear from the operations of the hussars and light foot troops and the mounted units accompanying them that these parts of the army were used together. The French military leadership, similar to the Austrian military, tried several times to attack the opponents with light troops, to set ambushes and to capture transports. When you compare the numerous battles and skirmishes that we have presented on our blog in recent years, you can quickly see how much more unsuccessful the French were with these projects [2]. I have the impression that the French light troops often acted too clumsily, reacted too slowly to new situations in the course of the battle and were therefore hopelessly inferior to the Austrian hussars, who attacked quickly and retreated just as quickly. On top of that, the Austrian light troops were mostly subordinate to Hungary and other specialists in the conduct of the Little War, such as Beck, Trenck or Baranyay. The French light troops, on the other hand, had no such leaders - except perhaps Bercheny [3], who himself came from Hungary.

Nur zwei Posen haben leider die Figuren, die ich für die Arquebusiers des Grassin erwerben konnte. - Unfortunately the figures of the Arquebusiers de Grassin had only two poses. (photo: A. Hanselmann)

Samstag, 23. November 2024

Die französische Armee des Österr. Erbfolgekrieges - The French army of the WAS P. 2

Heute soll es um die französische Maison du Roi gehen - die Elite der französischen Armee. Für einige Schlachten [1] war es für mich unabdingbar diese farbenprächtigen Truppen aufzustellen. Anders als Garden in späteren Epochen, fungierten die Garden der französischen Könige nicht als letzte Reserve. Sie wurden in zahlreichen Schlachten in vorderster Linie eingesetzt und beanspruchten auch häufig besonders gefährliche Positionen auf dem Schlachtfeld, wo sie hofften sich auszuzeichnen - was natürlich vor allem die nach Ruhm strebenden Offiziere betrifft.

Meine Gardetruppen. Man sieht, dass ich von manchem eher zuviel habe, weil später doch die Figuren als Set rauskamen, die ich zuvor aus anderen unpassenderen Figuren gebastelt habe. - My troops of the guards. You can see that I have too many figures of some units. Reason is because I first had to change miniatures to use them for the job and later there were some better fitting sets released. (Foto: A. Hanselmann)

 

Today it's about the French Maison du Roi - the elite of the French army. For some battles [1] it was essential for me to field these colorful troops. Unlike guards in later eras, the guards of the French kings did not act as a last reserve. They were deployed in the front line in numerous battles and often occupied particularly dangerous positions on the battlefield where they hoped to distinguish themselves - which of course particularly affected the officers striving for glory.

 

Diese Mousquetaires du Roi habe ich aus Figuren gemacht, die als Dragoner für den Großen Nordischen Krieg gedacht waren. Der Offizier ganz rechts stammt von Revell. - I used mostly figures of dragoons for the Great Northern War for these Mousquetaires du Roi. The officer at the right was made by Revell. (Foto: André Hanselmann)

An der Spitze der Monarchie stand in unserer Zeit der König Louis XV (1710-1774). Wir kennen ihn selten in Uniform. Wird er auf dem Schlachtfeld dargestellt, trug er einen roten Rock mit goldener Verzierung oder einen blauen Rock. Auf zahlreichen Gemälden von der Belagerung von Freiburg bis zur Schlacht bei Lauffeldt sieht man den Monarchen umgeben von den Reitern seiner Gardeeinheiten. Auf einem Porträt von Carle van Loo steht der König in einem Zeltlager in einem Zelt, trägt unter seinem blauen Rock und man erkennt im Hintergrund einen Gardisten der Gardes du Corps. Offenbar wacht dieser Soldat über das Wohl des Königs und das ist auch eine der Hauptaufgaben dieser Elitetruppen gewesen. Von den 250 Mousquetaires de la Garde pro Kompanie verblieben beispielsweise immer 100 Mann beim König, während der Rest an den Feldzügen teilnahm [2]. Formell war der König Kommandeur der meisten Gardeeinheiten, die in seiner Abwesenheit wie im Fall der 1er Compagnie des Mousquetaires seit 1738 vom Marquis de Jumilhac als Capitaine-Lieutenant befehligt wurde,

 

Mittlerweile sind Mousquetaires von Strelets erschienen, die für den Spanischen Erbfolgekrieg gedacht sind. - Meanwhile Strelets produced Mousquetaires which were designed for the WSS [3]. (Foto: André Hanselmann)

At the head of the monarchy in our time was King Louis XV (1710-1774). We rarely see him in uniform. When depicted on the battlefield, he wore a red coat with gold decorations or a blue coat. In numerous paintings from the Siege of Freiburg to the Battle of Lauffeldt you can see the monarch surrounded by the riders of his guard units. In a portrait by Carle van Loo, the king stands in a tent in a camp, wearing a blue coat and a guardsman from the Gardes du Corps can be seen in the background. Apparently this soldier watches over the king's well-being and that was one of the main tasks of these elite troops. For example, of the 250 Mousquetaires de la Garde per company, 100 men always remained with the king while the rest took part in the campaigns [2]. Formally, the king was commander of most of the guard units, which in his absence, as in the case of the 1er Compagnie des Mousquetaires, were commanded by the Marquis de Jumilhac as captain-lieutenant since 1738.

 

Vor einer Weile sind dann auch Grenadiers à Cheval für den Spanischen Erbfolgekrieg erschienen [4]. Die Kopfbedeckungen in den 1740ern waren etwas höher wie ... - These Grenadiers à Cheval are produced for the WSS. The headgear for the 1740s was higher such as ... (Foto: A. Hanselmann)


Die Gardetruppen waren sehr besonders in ihrer Struktur. So verfügten die 4 Kompanien der Gardes du Corps etatmäßig über 1.308 Mann Stärke [5]. Im Felde bestand die Maison du Roi an berittenen Truppen aus den: Gardes du Corps, Gendarmes de la Garde, Chevau-légers de la Garde, den Mousquetaires de la Garde und den Grenadiers à Cheval. Die Grenadiers waren mit nur einer Kompanie in Soll-Stärke von 161 Mann [6] die kleinste Truppe und vielleicht auch die am wenigsten prestigeträchtige. Sie setzte sich aus erfahrenen, bewährten Soldaten zusammen, die ebenso wie die Mousquetaires de la Garde auch zu Fuß kämpfen sollten und als Besonderheit der normalen Armee entstammten und Schnurbärte hatten. 

... diese Figuren, die ich mit Hilfe von Green Stuff soweit verändert hatte, dass ich sie annehmbar fand. Angeblich sollen diese Grenadiers oft zu Fuß gekämpft haben. Deswegen passen diese Figuren vielleicht ganz gut. - ... these figures which I changed with green stuff which I find acceptable. These grenadiers should have fought at foot very often. Therefore these figures are maybe good. (Foto: A. Hanselmann)