Sonntag, 24. Januar 2021

Frau Müllers schöne Kleider

 (English translation on demand)

Eine meiner liebsten Quellen für die Rechere der Kleidung sind Inventare. Sie geben anders als Abbildungen kein idealisiertes Bild ab und zeigen uns eine realistische Momentaufnahme der Besitztümer einer bestimmten Person, die recht klar zugeordnet werden können.

Ich beginne hier mit dem reichsten Inventar das ich im Stadtarchiv in Schwäbisch Hall gefunden habe[1]. Ironischerweise gehört es der Gemahlin des Herrn Müller[2], dem Vordenker der pietistischen Bewegung in Hall, der regelmäßig gegen Luxus und Prunk predigte. Er hatte auch maßgeblichen Anteil bei der Aufstellung der Kleiderordnungen vor allem ab dem Stadtbrand von 1728[3]. Seine Frau schien anderer Meinung als er zu sein. Während der Rat der Reichsstadt mit Dekreten und Kleiderordnungen vor allem aus ökonomischen Gründen[4] gegen den Import von Testilien vorging, kleidete sich Frau Müller auch im Vergleich zu anderen Hallerinnen  [5] auffällig in französischem Stil [6]. Sie war offenbar ungemein reich, erbte 1724 das Haus ihrer Eltern in der Unteren Herrengasse in Hall. Ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis wurde über sie im Sterberegister hinterlassen: "Ihr xstenthum betreffend so kam sie gern ins Hauß Gottes, wie auch zu beicht und Heil. abendmahl, erkannte anbey ihre Fehler und sünden und hitzige Übereilungen. Gott suchte auch ihre Demüthigung in verschiedenen leiden und kranckheiten."[7]

Porträt der Eleonora Bühl (1724-1771). Sie wurde mit 16 Jahren mit dem Lebküchner und späteren Ratsherrn Johann Bernhard Bühl vermählt. Sie trägt wohl ein "deutsches" Kleid.

Donnerstag, 14. Januar 2021

Dienstboten im 18. Jh. / Servants during the 18th century T. 1/ p. 1

 Von Anfang an in meiner Karriere in der Zivildarstellung habe ich mich mit dem Thema Dienstboten beschäftigt. Es ist ein faszinierendes Thema. Wie fühlt es sich an einem anderen Menschen oder einer Familie zu gehorchen? Ist es ein einsames Dasein? Was ist daran vielleicht angenehm? Was stört am stärksten? Über etliche Jahre war ich in verschiedenen Dienstbotenrollen für verschiedene "Herrschaften" im 18. Jahrhundert und im Empire unterwegs.

Right from the start of my career in the civilian reenactment (living history) I have dealt with the topic of servants' lifes. It's a fascinating subject. How does it feel to obey another person or family? Is it a lonely existence to be a servant? What is pleasant about it? What is the most annoying? For several years I was on the road in various servant roles for different "masters" in the 18th century and in the Empire (period of the reign of Napoléon I).

Da wir uns meistenteils dieses Jahres nur in kleinem Rahmen treffen durften,
hatten wir keine "Dienstboten" oder dergleichen. Kleine Soupers ohne Domestiken 
tauchen aber in den Quellen immer wieder auf und erfreuten sich großer Beliebtheit. 
Unsere Kleidung passt in die 1780er Jahre. 
- As we could not meet with more people for most of the year we never had "servants". Small soupers however were very much popular during the period as we know from several sources. Our clothes are typical for the 1780s.

Quellensuche / Research for sources

Von Anfang an standen wir der Problematik gegenüber, dass wir Quellen zum Leben der Dienstboten gesucht haben. Wie war der Tagesablauf eines Lakaien oder Reitknechts? Welche Arten von Quellen gibt es?

From the start we faced the problem of looking for sources on the servant's lives. What was the daily routine of a lackey or groom? What types of sources are there?

Sehr spannend sind natürlich Quellen aus erster Hand. Es gibt ja vereinzelt Dienstboten, die später über ihr Leben als Dienstboten berichtet haben. Ulrich Bräker fungierte beispielsweise in seiner Lebenserzählung zeitweilig als Laufbursche eines preußischen Werbeoffiziers[1]. 

Fast aus erster Hand sind Memoiren von Personen, die vielleicht selbst keine Dienstboten waren, aber nebenbei Dienstboten und ihr Verhalten kommentierten. Diese nach Aussagen über Dienstboten zu durchforsten kann mühsam sein. Erquicklicher ist es, wenn man einfach Notizen nebenbei macht, während man eh Tagebücher einer Person liest. Mir war beispielsweise in den Tagebüchern des Kammerherrn Graf Lehndorff aufgefallen, dass er wiederholt erwähnte, dass er zugegen war, wenn Kinder von Dienstboten getauft wurden[2].

First-hand accounts are of course very exciting. There are a few servants who later reported on their lives as servants. Ulrich Bräker, for example, acted temporarily in his life story as an errand boy for a Prussian recruiting officer [1]. 

Almost first-hand are memoirs of people who may not have been servants themselves, but who commented on servants and their behavior on the side. Sifting through these for statements about servants can be tedious. It's more refreshing if you just take notes on the side while reading someone's diaries anyway. For example, I noticed in the diaries of the chamberlain Count Lehndorff that he repeatedly mentioned that he was present when children of servants were baptized [2].

 

Freitag, 1. Januar 2021

Eine Schanze an Festung Königsstein - A redoubt at the Königsstein fortress

Der Aufgang zur Festung Königsstein. Man erkennt auf der rechten Seite des sich am Felsen entlang führenden Weges spitz heraus springende Befestigungswerke. (Leider ist ein ganzer Teil davon von dem Zelt verdeckt, das zur Registrierung der Festungsbesucher während der Corona-Krise im Oktober 2020 dort augestellt war.) - The stairway to the Königsstein fortress. On the right side of the path along the rock you can see fortifications jutting out to a point. (Unfortunately a lot is covered from you by the tent due to registrations of the visitors during the Corona-crisis in October 2020.)

 

 Man kann Schanzen nach verschiedenen Gesichtspunkten kategorisieren. Da wäre beispielsweise die Form - wie Stern- oder Rechteckschanzen - oder die Größe. Man kann aber auch ihre Funktion vergleichen. Die Franzosenschanze bei Freiburg gehört beispielsweise zu den nur für eine begrenzte Zeit konzipierten Feldbefestigungen. Solche Erdwerke spielten in der Frühen Neuzeit nicht nur innerhalb von Belagerungen sondern auch im Zuge von Feldschlachten eine große Rolle. Man denke beispielsweise an die zahlreichen Schlachten, die der Maréchal de Saxe vor der Schlacht bei Fontenoy anlegen ließ[1]. Daneben gab es dauerhaft konzipierte Schanzen zur Verstärkung von enorm großen Befestigungslinien wie der Lauterlinie, der Eppinger Linien oder der um 1700 besonders umfangreich betriebenen Linien auf dem Schwarzwald.





Das ist die Schanze um die es gehen soll. - The redoubt of that blog posting.

Und hier die Schanze von oben. Ein schöner Blick auf die herrliche Landschaft rundum den Königsstein im Hintergrund. - And here the redoubt looked from above. You have a nice look on the landscape around the Königsstein in the background.


You can categorize redoubts regarding different aspects. For example there is the shape - starforts or rectangular redoubts - or the size. But you can also compare the function. The French redoubt at Freiburg for example is one of the field fortifications that were only designed for a limited time. Such earthworks played a major role during the early modern period not only during sieges but also in the course of field battles. You should remember the large number of earthworks which were placed by the Maréchal de Saxe before the battle of Fontenoy [1]. In addition there were permanently designed redoubts to reinforce enormously large fortification lines such as the Lauter line, the Ettlinger line, the Epplinger line or the extensive lines on the Black Forest which were built around 1700.


Ein flüchtiger Blick auf das prächtige Wappen von Polen-Sachsen oberhalb von einem der Festungstore. - A short view on the impressive coats-of-arms of Poland-Saxony over one of the gates of the fortress.


 Einige Schanzen sind auch noch bis heute gut erhalten, wenn sie Teil einer größeren Festung waren, die als Baudenkmal irgendwann für bedeutend anerkannt wurde. So verhält es sich mit der Redoute, die den Eingangsweg zur Festung deckt und mir im Oktober an der Festung Königsstein in Sachsen ins Auge gefallen ist. Diese Schanze ist im Rahmen der Festungsgeschichte eher spät entstanden und war zu Lebzeiten August des Starken noch nicht vorhanden[2]. Auf dem Gemälde von Bernardo Bellotto "Ansicht der Festung Königsstein"  von 1756/58 [3] hingegen erkennt man deutlich eine eindrucksvolle Baustelle in der Bildmitte samt Baugerüsten und Bauarbeiten. Das Bild gibt wohl den Zustand wider, den Bellotto kurz vor Ausbruch des Siebenjährigen Krieges in Zeichnungen festgehalten hat. Man erkennt den enormen Aufwand zur Errichtung dieser Redoute, die sich heute harmonisch in die Landschaft einfügt, als sei sie in diese hineingebaut und nicht künstlich errichtet worden. Solche deckende Schanzen an besonders wichtigen Zugängen und ähnlichem waren im 18. Jahrhundert obligatorisch geworden. Ein schöner Vergleich bietet sich an der älteren und ungleich kleineren Hochburg an.

 

Das Gefecht bei Weißenburg 1744 (gespielt und fotographiert am 27. 12.2020). Vor der Straße auf dem gegenüberliegenden Ufer der Lauter hätte sich hin auf einen Höhenzug hinter Weißenburg die Lauter-Linie erstreckt. Die Befestigungslinie hat allerdings in dem Gefecht zwischen Seckendorff und Coigny gegen FML Nadásdy kaum eine Rolle gespielt, was den mittlerweile geringen Wert der Anlage unterstreichen mag. - The combat at Weißenburg in 1744 (played ant photographed on Dec. 27 2020). In front of the road on the opposit banks of the Lauter river would be the Lauter line running up onto some heights behind Weißenburg. The line of entrenchments didn't played a significant role in the fighting of Seckendorff and Coigny against FML Nadásdy which underlines the fact that it maybe had not much of worth.

 Some of these redoubts are still in a good condition to this day if they were part of a larger fortress that was recognized as a monument at some point in its history. So it is with the redoubt which covers the entrance way to the fortress and which caught my eye in October 2020 at the Königsstein fortress in Saxony. That structure was built rather late in the history of the whole fortress and did not exist during the lifetime of August the Strong [2]. In the painting by Bernardo Bellotto "View of the Königsstein fortress" from 1756/58 [3] however one can clearly see an impressive building site in the center of the picture including scaffolding and construction workers. The picture probably reflects the condition that Bellotto recorded in drawings shortly before the outbreak of the Seven Years War[4]. You can see the enormous effort involved in building this redoubt which today blends harmoniously into the landscape as if it had been built into it and was not artificially built. Such covering entrenchments at particiulary importante entrances and other points like that had become mandatory during the 18th century. A nice comparison is offered by the older and smaller smaller stronghold of the Hochburg.

Die Hochburg von Sexau kommend. Die unteren Mauern gehören zur Bastion Badenweiler und zur Bastion Baden. Links steigt das Gelände wieder an zum Hornwald. - A view at the Hochburg coming from Sexau. The lower walls are from the Badenweiler bastion and the Baden bastion. At the left the terrain is sloping up towards the Hornwald.   
Innerhalb der Hochburg. Hier die Treppe zur Oberburg genannt Eselsritt. Links ein mittelalterlicher Wohnbau und rechts der Kapellenchor mit angeschlossener Abortanlage. - Within the Hochburg. Here is the stairway to the higher castle so called "donkey ride". At the left the medieval residential building and at the right the chapel's choir with the attached lavatory.

 

Blick aus einem Wohnbau der Oberburg hinab gen Sexau. Im Vordergrund links die Burgvogtei mit Keller. Rechts im Hintergrund der Hornwald. - A view from one of the residential buildings at the higher castle towards Sexau. In the foreground at the left: the "Burgvogtei" with the cellar. At the right in the background: the Hornwald.

Dienstag, 15. Dezember 2020

Jahresausklang / End of the year

Das Jahr neigt sich dem Ende und ich will mit unseren Lesern zurück- und vorausschauen. 2020 sind alle von uns organisierten Veranstaltungen ausgefallen. Auch die Recherche in Schwäbisch Hall selbst blieb dabei auf der Strecke. Stattdessen konnten wir uns stärker unserem Blog widmen. Dadurch haben wir etwa zwei Einträge pro Monat geschafft. Wir haben 2 neue Serien begonnen zu Interviews mit Historikern und zum Thema Schanzen. Besonders viel gelesen wurden unsere Beiträge zum Gefecht bei Grimbergen 1745 und unser Bericht der Wanderung durch das frühere Territorium der Reichsstadt Hall , die wir im August unternommen haben. Letzteres freut mich natürlich besonders, da das ja unmittelbar zum ursprünglichen Hintergrund unseres Blogs passt.

The year is drawing to a close and I want to look back and ahead with our readers. In 2020 all events we organized were canceled. The research in Schwäbisch Hall itself also fell by the wayside. Instead, we could devote more time to our blog. As a result, we managed about two entries per month. We have started 2 new series on interviews with historians and on redoubts. Our contributions to the battle at Grimbergen in 1745 and our report of the hike through the former territory of the imperial city of Hall, which we undertook in August, were read particularly well. Of course, I'm particularly happy about the latter, as it fits in with the original background of our blog.

 

Auf Festung Königsstein. - On the Königsstein fortress in Saxonia.

Wir haben selber situationsbedingt nur kaum Pläne für Veranstaltungen im nächsten Jahr. Auf jeden Fall werden wir euch weiterhin auf unserer Reise über die Kriegsschauplätze mit den 275-Jahres-Turnus teilhaben lassen. Die Schlachten von Piacenza und Rocoux werden von daher nächstes Jahr Höhepunkte darstellen und wir haben eine Menge Aufwand in die Recherche investiert. Für Rocoux gab es sogar schon ein Testspiel. Das Thema Dienstbotendarstellung liegt leider wegen der derzeitigen Lage immernoch auf Eis. Weitere zivile Themen wären auch Aspekte wie Kleidung der Bauernschaft. Eigentlich bräuchte der Schultheiß Gunkel eine lederne Hose, da diese praktisch obligatorisch für hällische Bauern war. Außerdem wirft das Ende der Mainhardter Bande ihre Schatten voraus. Das ist auf jeden Fall ein Thema wozu wir das uns vorliegende Material nochmal sichten und ergänzen werden. Die dieses Jahr angefangenen Serien werden fortgesetzt. Auch zu Festungswerken werden wir nochmal den einen oder anderen Abstecher machen. Ich möchte hiermit nicht nur unseren treuen Lesern danken, sondern auch insbesondere denjenigen, die in letzter Zeit Kommentare hinterlassen haben, die einfach unheimlich motivierend gewesen sind. 

 

Ein Blick auf das Schlachtfeld von Rocoux von unserem ersten Testspiel. - A view on the battlefield of Rocoux from our first test game.


Depending on the situation, we ourselves hardly have any plans for events in the next year. In any case, we will continue to let you take part in our journey through the theaters of war with the 275-year cycle. The battles of Piacenza and Rocoux will therefore be highlights next year and we have invested a lot of effort in research. There was even a test match for Rocoux. The subject of servants is unfortunately still on hold due to the current situation. Other civilian projects would also include aspects such as the clothing of the peasantry. The mayor Gunkel would actually need leather trousers, as these were practically compulsory for Halle farmers. In addition, the end of the Mainhardt gang casts its shadow. In any case, this is a topic for which we will review and supplement the material available to us. The series started this year will be continued. We will also make one or two side trips to fortress works. I don't just want to thank our loyal readers, but especially those who have recently left comments that have been incredibly motivating.

 

Ein liebes Geschenk von einer Freundin: Sprüngerli nach Originalmodeln. Am letzten Wochenende gab es eine kleine Soirée bei uns daheim (3 Personen!) mit Tanz, Kartenspiel und Speisen nach Rezepten aus dem 18. Jh.. - A very lovely gift by a friend: Sprüngerli with original models. Last weekend we had a very small soirée at home (3 persons only) with dancing, playing cards and delicious meals using cooking recipes from the 18th century.

 

Text: André Hanselmann

Fotos: André & Cecilia Hanselmann


[1] https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2020/08/the-combat-at-grimbergen-on-august-23rd.html

[2]https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2020/09/auf-den-spuren-der-rauber-on-traces-of_21.html

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Die Franzosenschanze in Freiburg - The French redoubt at Freiburg

Ein hübsches hölzernes Schild am Husarenwegle aber ... / A nice wooden sign at the Husarenwegle (Hussars track) but...

 
... keine Husaren weit und breit. - no hussars here and there!

 
Es gibt viele Orte an denen die Belagerung von Freiburg von 1744 heute noch sichtlich ist. Manch ein Name wie etwa der vom Husarenwegle am Roßkopf scheinen daran zu erinnern. Bereits in meiner Reihe über die Belagerung von Freiburg habe ich von der Franzosenschanze berichtet[1], die oberhalb vom Waldsee südlich vom Stadtteil Freiburg-Wiehre an den Hängen gelegen ist, die bis zum Kybfelsen hinauf führen. Man kann diese Schanze recht bequem sowohl vom Waldsee als auch von der Sternwaldwiese oder gar aus Richtung Günterstal kommend erreichen. Diese Schanze passt von daher aber auch prima in meine Reihe über Schanzen, da sie sich einfach recht gut untersuchen lässt und ich ohne größeren Aufwand dorthin zurückkehren kann. Die Schanze taucht sogar in Kartenwerken der Belagerung von Freiburg auf, wobei sie offenbar unterschiedlich dargestellt wird. Auf einem Plan mit dem Titel „Plan qui représent les premiers établissement des attaques de la ville de Fribourg“[2], der sich heute in Vincennes befindet, wird generell nur eine Schanze auf dieser Seite des Dreisamtals gezeigt . Dabei findet man auf dem Plan „Fribourg in Brisgau“ von Fr. Jos. Weis von 1769 [3] immerhin 2 Schanzen am „Bronberg“ (eigentlich Bromberg), die hier als „Kay: alte Linie“ (also Kaiserliche alte Linie) bezeichnet sind . Zwei Pläne zeigen zwei recht unterschiedliche Schanzen von denen aber immerhin eine zu unserer Franzosenschanze passen will, nämlich der Plan „Freyburg nebst der anno 1744, den 22ten Octobris angefangenen und durch Übergab dieser Vöstung den 6ten Novembris geendigten Belagerung“ (eigenwillige Datierung!) von A. Ehrenberg [4] heute im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt und dem Plan von Weis und Perrier „Plan de Fribourg et des attaques par l’armée du Roi …“, der 1744 in Straßburg erschienen ist[5]. Zwei sehr ähnliche rechteckige Schanzen werden neben anderen Kartenwerken auch auf dem „Plan von der Vestung und denen daran gelegenen Berg Schlösser Freyburg sampt der Attaque, welche 1744 angefangen“ gezeigt [6], der sich heute in der Kunsthalle Karlsruhe befindet. Egal aber in welchen Plänen und ob sie sich heute in Vincennes, Freiburg oder anderswo befinden, verdeutlichen alle, dass die Schanzen am Kybfelsen beziehungsweise Bromberg in einem größeren Netz von Anlagen der Belagerer rund um die Freiburger Festung eingebunden war. Eine der größten solcher Schanzen befand sich wohl am Hirzberg auf der östlichen Seite des Bergrückens, der sich bis zum Schlossberg erstreckt. Von dort aus sollten Ausfälle oder eine Kommunikation mit Österreich unterbunden werden. Eine lange Linie von Erdwerken wurde auch zur Sperrung des Dreisamtals angelegt um etwa Entsatzversuche zu verhindern. 
 
Das ist der Ort wo man die Schilder mit der Franzosenschanze West und Ost findet. - That's the place where you can find the signs of the Western and Eastern French redoubt.

 
 
Die beiden erwähnten Schilder. Die Franzosenschanze, die ich meine, ist ein Stückchen entfernt. - The two signs which I mentioned. The real French redoubt is some steps away.
 

 
There are many places in Freiburg where you can see something of the siege of Freiburg in 1744. Some names such as the „Husarenwegle“ (Hussar’s path) seem to let us remember the siege. I have already told about the „Franzosenschanze“ in my series about the siege of Freiburg. The redoubt is situated above the Waldsee in the South of the quarter Freiburg-Wiehre at the hillsides which are leading up to the Kybfelsen („Kyb-rocks“). You can reach the redoubt relatively easy coming from the Waldsee or the Sternwaldwiese or even from Günterstal. This redoubt fits especially well into this series because it is very easily for me to be studied without a great effort and I may come back to the place frequently. The redoubt is to be found even on maps from the siege of Freiburg although it is depicted very differently. On a map „Plan qui représent les premiers établissement des attaques de la ville de Fribourg“ which is in Vincennes today only one redoubt is to be found on that side of the Dreisam valley. However there are two different redoubts at the „Bronberg“ on a map „Fribourg in Brisgau“ by Fr. Jos. Weis from 1769 which are labeled as „Kay: alte Linie“ (imperial old line). Two maps represent two completely different redoubts of whom one is at least looking like the today still existing „French redoubt“ – these are the maps: „Freyburg nebst der anno 1744, den 22ten Octobris angefangenen und durch Übergab dieser Vöstung den 6ten Novembris geendigten Belagerung“ („Freiburg with the siege from the year 1744 which started on October 22nd and ended with the surrender of this fortress on November 6th“ – obviously these dates are wrong!) by A. Ehrenberg and „Plan de Fribourg et des attaques par l’armée du Roi …“ by Weis and Perrier which was published at Strasbourg in 1744. Two very similar rectangular redoubts are represented on some maps for example the „Plan von der Vestung und denen daran gelegenen Berg Schlösser Freyburg sampt der Attaque, welche 1744 angefangen“ („plan of the fortress and the attached mountain castles of Freiburg together with the attack which was started in 1744“) which today is in the Kunsthalle Karlsruhe. Regardless which plan we use it is obvious that the redoubts at the Bromberg or the Kybfelsen area were connected into a network of buildings by the besiegers encircling the fortress of Freiburg. One of the largest of these redoubts was situated at the Hirzberg, which is part of the ridges which are leading up to the Schlossberg itself. From there sorties and communication with Austria could be prevented. A long line of entrenchements were built in the Dreisam valley to block the valley and stop the Austrians to send relief forces. 
 
Der Eingang zur Schanze 2020. - The entry of the redoubt in 2020.

 
Der Graben hat noch immer eine beachtliche Tiefe (trotz der Mountainbike-Strecke). - The ditch still has a significant depth.

Skizze der Schanze von André Hanselmann. - Sketch of the redoubt by André Hanselmann.

 

Donnerstag, 19. November 2020

Die Schwedenschanze am Herzogenhorn / The Swedish schanze at the Herzogenhorn


Eine neue Reihe – a new series
 
 
Ja, es gibt wieder eine neue Serie nach der zu Freiburg und der keineswegs abgeschlossenen zu Historikern und Hobbyhistorikern aus meinem persönlichen Umkreis. Wie ich darauf kam? Das war an einem regnerischen Tag im Schwarzwald. Ich hatte natürlich keine Kamera dabei und dachte mir, das sieht doch wie eine Schanze aus. Ja, und das Wanderschild zeigte auch den Schriftzug „Schwedenschanze“. So kam ich darauf eine Reihe zu diversen Schanzen zu machen, denen ich begegne. Denn Schanzen erzählen unheimlich spannende Geschichten. Sie sind Zeugnisse ihrer Zeit und sind auch ein bisschen was, was in beide Lieblingsthemen von mir hinein reicht: Militärgeschichte abseits von Waterloo und irgendwie den rasant berühmten Schlachten oder reißerischen Formaten und zum anderen die Beeinflussung des Lebens der einfachen Bevölkerung durch die Obrigkeit z.B. in Form der Heranziehung zu Arbeiten an Straßen oder Befestigungsanlagen.

 
Der Eingang zur Schanze ist deutlich erkennbar. Leider hatte ich nicht mehr soviele Fotos im Film für mehr Bilder. Vielleicht komme ich ja nochmal vorbei (Abstimmung?). - The entry of the redoubt. Unfortunately I didn't had as many photos on my camera film for more pictures. Maybe I will revisit the place (you can vote for).

Yes there will be a new series after that about Freiburg[1] and the not finalized about historians and hobby historians from my personal circle[2]. How did I come up with it? It happened on a rainy day in the Black forest. Surprisingly I thought: that’s looking like a schanze. But I had my analogous camera with me which I used to make slide photos of our vacation trip in the Black forest.

Yes and the hiking sign showed the lettering “Schwedenschanze” (Swedish Schanze). Therefore I decided to make a series about different redoubts which I discover on my tours. That’s because redoubts are telling exciting stories. They are testimonies of their period. They are a little something which is reaching into my most favoured topics: “military history offside from Waterloo and other extremely famous battles or more sensational formats and the impact of the rulers on the rural life of the ordinary population in the way of for example the command to work on roads[3] or fortifications.

 



Wanderschild mit der Aufschrift "Schwedenschanze 1375 m". Daher kam ich überhaupt erst auf das Thema. - Hiking sign with the inscription "Swedish schanze 1375 m". It motivated me starting about the topic.

 

Beim zweiten Mal, als ich an die Schanze kam, war zwar das Wetter nicht besser, aber ich hatte meine Analogkamera dabei mit der ich Diabilder unseres Urlaubs im Schwarzwald gemacht habe. Leider lud der starke Wind und einsetzende Regen auch nicht gerade zum Verweilen ein. Wer ebenfalls die Schanze besuchen will und vielleicht mehr Muße hat sie zu erforschen, kriegt hier ein paar Infos. Man kommt zu dieser „Schwedenschanze“, wenn man beispielsweise aus Richtung Feldberg-Hebelhof auf den Herzogenhorn (1415 m) steigen will. Wenn man die Grafenmatt überquert senkt sich der Weg leicht und man kommt am Bundesleistungszentrum Herzogenhorn vorbei. Von dort aus steigt der Weg wieder an, um rechts bergauf zu steigen. An einem Waldsaum entlang gelangt man auf ein paar Wiesen. Von einer Kreuzung, wo der Weg entweder hinab nach Bernau oder aber links hinauf zum Gipfel des Herzogenhorns führt, trifft man auf den hier gezeigten Pfosten mit verschiedenen Wegweisern. Von leicht oberhalb der Kreuzung kann man die Form der Schanze recht gut erkennen.

 

The weather was not better at the second occasion when I came to the same schanze. But I had my analogous camera with me which I used to make slide photos of our vacation trip in the Black forest. Unfortunately the strong wind and the starting rain didn’t allow us to stay.

I will give you some information for those who want to visit the schanze themselves and which maybe have more ease to discover the building. You can go to the “Swedish schanze” for example if you are coming from Feldberg[4]-Hebelhof and you are climbing up to the Herzogenhorn (1415 m). You are passing the Bundesleistungszentrum Herzogenhorn after crossing the Grafenmatt on a path which is lowers slightly. From there the path is rising up again towards the right. You are arriving some meadows passing along a forest edge. Then you are reaching to a crossing, where you can take a path at the left leading up to the top of the Herzogenhorn and at the right leading down to Bernau, where you can meet the here presented pole with many different signs. You can make out the shape of the schanze very good if you are a little above the crossing.

 

Es handelt sich um eine recht einfache Schanze, deren Form gerade durch das Fehlen von einer Bewaldung sehr schön wahrnehmbar ist. Auf der Seite, die dem Herzogenhorngipfel zugewandt ist, befindet sich ein Zugang, da hier der die Schanze umgebende Graben aufgefüllt ist und  auch der Wall unterbrochen wurde. Die Spitze der Schanze weist auf den unterhalb liegenden Wald. Die Schanze wird in die Zeit des Türkenlouis (Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, 1655-1705) datiert, auch wenn es bereits im Dreißigjährigen Krieg am Herzogenhorn Befestigungen gegeben haben soll.

 
Skizze nach der Erinnerung. - Sketch following my memory. (Zeichnung: André Hanselmann)

It is a very simple redoubt. The design of the redoubt is especially easy to be aware of because it is not overgrown by a wood. The entry into the schanze is on the side which is facing top of the Herzogenhorn, because there it’s obvious that the surrounding moat is filled up with a dyke and the wall is interrupted. The tip of the schanze is facing towards a wood lying below. The redoubt was dated into the period of the “Türkenlouis”  (Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, 1655-1705) although it seems to be the case that there were fortifications on the Herzogenhorn during the Thirty years war.

 

Sonntag, 8. November 2020

Briten im Österreichischen Erbfolgekrieg / The British during the War of the Austrian Succession

Meine britisch-hannoveranische Armee - my British-Hanoverian army.

 

Baron von Bartenstein bemerkte: „… Heil und Rettung wurde lediglich von England erwartet, obgleich Robinson, als Gotter zum erstenmal hier eingetroffen, dessen Antrag, daß seinem König ein guter Teil Schlesiens gutwillig überlassen werden möchte, unterhand allen möglichen Vorschub gegeben, unter einstem als der König von Engelland selbsten, es sei als König oder qua Kurfürst, dem Grafen Ostein gemeldet, dem hiesigen Hof höchstens mißraten, dem mindesten Loch in die Pragmatische Sanktion aus der Ursach die Hände zu bieten, weilen man ansonsten alle Ansprecher zu ersättigen nicht erklecken dürfte und ein Opfer das andere nach sich ziehen dürfte.“[1]

 

Seine Majestät selbst erreicht die Parade. - His majesty himself is arriving on the parade.

 

 

The baron of Bartenstein [chief adviser of the young Maria Theresia during the 1740s] remarked: “Salvation and rescue was only expected by England. However Robinson secretly wanted to support Gotter, when he first arrived here in his proposal to give Silesia willingly to his king. But the king of England as a king or as the elector notified to count Ostein that he our court advise against [this proposal and] to help breaking a hole into the Pragmatic Sanction without any reason, because otherwise every requestors would not stop and one sacrifice would follow another.”

Hannoveranische Artillerie, Reiterei und Infanterie. Der Kommandeur der Reiterei folgt einem Porträt des Generals von Hammerstein. - Hanoverian artillery, cavalry and infantry. The commander of the cavalry is following a portray of general Hammerstein.
Die hannoveranische Kavallerie besteht bei mir aus den Regimentern Dachenhausen und den Leibreitern. - The Hanoverian cavalry is represented in my colection by the regiments Dachenhausen and the Leibreiter.

 

George II. stand also einer Preisgabe Schlesiens zumindest am Anfang des Österreichischen Erbfolgekrieges mehr als kritisch gegenüber. Die Frage ist, ob die nachfolgende Politik von Carteret und Newcastle nicht etwa einfach Georges Bedenken ignorierten, da beide Staatsmänner bereitwillig dazu die Hand reichten Schlesien für Österreich verloren zu geben[2]. Ein wenig scheinen die hohen Subsidienzahlungen von 1 Million Gulden an Sachsen im Vertrag von Warschau vom 8. Januar 1745 dazu im Gegensatz zu stehen[3]. Denn letztlich wurden die kursächsischen Truppen ja gegen niemand anderen als Preußen eingesetzt und das Ziel musste sein Friedrich II. mit ihrer Hilfe das geraubte Schlesien wieder zu entreißen. George II. hatte auch 1745 persönlich versucht den bayerischen Gesandten Graf Königsfeld dahin zu bringen einem Subsidienvertrag zuzustimmen, welcher erlaubt hätte, dass die von Großbritannien bezahlten bayrischen Truppen auch gegen Preußen eingesetzt werden konnten. Diese Regelung aber lehnte Kurfürst Max III. Joseph ab[4]. Das ganze persönlich vom König angeschobene Vorhaben zeigt aber wiederum gut Georges Verhältnis zum Preußen Friedrich II..

Überhaupt attestiert auch Michael McNally eine Rivalität zwischen Georg II. und Friedrich II.[5]. Die schlechte Meinung Friedrichs über seinen Onkel drückte der preußische König typisch rüpelhaft aus, etwa wenn er schrieb:

„Ich bin schwer gekränkt über die Nachrichten, die ich Ihnen schicke und die ich aus Hannover erhalten habe; Sie ersehen daraus, daß mein Onkel – der Teufel soll ihn holen – die Schlacht gegen die Franzosen gewonnen hat…“[6]

Ich will hier aber nicht zu weit ausholen. Bemerkenswert sind auf jeden Fall die Probleme, welche die englischen Politiker mit der Personalunion mit Kurhannover hatten. Natürlich geriet Georg II. teilweise in Interessenkonflikte.[7] Andererseits darf man aber auch nicht unterschätzen, dass Kurhannover ein bedeutendes Reservoire an militärischem Potenzial für die englische Monarchie bedeutete. Der Anteil der Hannoveraner an den britischen Kontingenten der pragmatischen Armee war sehr bedeutend, bei einigen Schlachten wie etwa Rocoux sogar maßgeblich. In dem Falle kam die Personalunion eindeutig dem größeren Herrschaftsbereich Georg II. zugute, da Kurhannover kein eigentliches Interesse an dem Krieg gegen Frankreich oder Karl VII. hatte[8].

Die britische Politik, die darauf abzielte die Dominanz der Bourbonen in den Niederlanden, Deutschland und Italien einzudämmen folgte gewissermaßen ähnlichen Tendenzen wie während dem Spanischen Erbfolgekrieg, wenn auch erzwungenermaßen in anders gestalteten Bündnisblöcken.

3 Bataillone hannoverianischer Infanterie. - 3 battalions of Hanoverian infantry.

 

Hannoveranische Truppen. Ich nutzte für die Bemalung v.a. die Bilder von David Morier. - Hanoverian troops. I used pictures by David Morier.

George II had at least at the beginning of the War of the Austrian Succession a very critical opinion about the surrender of Silesia. Question is if the politics of Carteret and Newcastle not just ignored George’s concerns as both statesmen wanted to willingly support the abandoning of Silesia by Austria. Although the very high British subsidies of 1 million florins according to the treaty of Warsaw on January 8th 1745 ultimately seem to be contradictive. That’s because the electorate-Saxon troops could be in no use apart from fighting the Prussians to help regaining Silesia from Frederick II.  George II in person had tried to persuade the Bavarian ambassador count Königsfeld in 1745 to agree to a treaty with him, that the Bavarian troops in British pay could be used against the Prussians as well. However the elector Max Joseph III rejected this agreement. The whole royal project shows George’s relationship to Frederick’s Prussia.

Michael McNally attested a rivalry of George II and Frederick II anyway. The bad opinion of the Prussian king about his uncle was formulated by him in a very typical loutish manner, when he wrote:

“I’m very much upset about the news which I got from Hanover and which I’m sending to you. You can see from it, that my uncle – the devil should get him – has won the battle against the French…”

I don’t want to write too much about this topic. The problems of English politicians with the personal union with the electorate of Hanover are remarkable. Naturally George II sometimes came into conflicts of his personal interests. On the other hand we should not underestimate the potential of the electorate of Hanover for the English monarchy as a reservoir of military power. The proportion of Hanoverians within the British contingent of the Pragmatic army was very important and in some battles like at Rocoux even essential. In this case the personal union obviously came to benefit the larger authority area of George II because the electorate of Hanover didn’t have a genuine interest in the war against France and Charles VII.

The British politics which was focused on the containment of Bourbon supremacy in the Low Countries, Germany and Italy followed similar tendencies like the politics during the war of the Spanish succession however in different blocks of alliances.

Im Vordergrund die 1st Foot guards. - In the foreground the 1st foot guards.

 

 

Die britische Linieninfanterie mit ein paar Geschützen. - The British regular infantry and some guns.

 

2 Treffen britische Infanterie. - 2 lines of British foot.

Der Anteil an britischen zu hannoveranischen Einheiten schwankte deutlich. Bei Dettingen waren 13 Bataillone und 32 Schwadrone hannoveranisch und 15 Bataillone und 29 Schwadrone britisch[9]. Bei Fontenoy waren es nur 5 Bataillone Hannoveraner nebst 20 Schwadrone bei 20 britischen Bataillonen und 26 Schwadronen[10]. Gegen Ende des Österreichischen Erbfolgekrieges war der Anteil der Hannoveraner selbst als wieder einige britische Truppen hinzu gestoßen waren sehr groß insbesondere bei der Kavallerie. So stellten die Hannoveraner bei Laeffeld 23 Eskadrone, während die Briten nur etwa die Hälfte mit 12 hatten - bei 16 bzw. 14 Bataillonen Infanterie[11]. Auffällig ist immer wieder der hohe Anteil an Kavallerie bei den Hannoveranern auch wenn er nie die Stärke wie bei den Bayern unter Seckendorff[12] erreicht.

Sir John Ligonier auf einemst Stich von 1747. Er war in allen großen Schlachten des Krieges mit britischer Beteiligung dabei. / Sir John Ligonier on a print from 1747. He served in all of the large battles of the war in which the British participated.

Die Qualität der hannoveranischen Truppen wird oftmals herausgehoben. Die besonders guten Pferde werden ebenso erwähnt wie von einem Zeitgenossen etwa 1743 im Zusammenhang mit der Schlacht bei Dettingen das „Feuer ... der Hannoverischen, welches Wunder wirkte“[13]. Auch die sehr gute Ausbildung der Hannoveraner wird gelegentlich selbst im Verhältnis zu der der Briten herausgehoben[14].

Links die Highlander. - The highlanders at the left.

 

Dennoch sind just die britischen Rotröcke das Schreckgespenst der Franzosen geworden. Die Wirkung ihres Salvenfeuers bei Fontenoy und die große Ordnung und Disziplin beim Abzug vom Schlachtfeld[15][16] haben gewiss zu der Einschätzung beigetragen, dass die britische Infanterie kaum schlagbar war für die französische.