Mittwoch, 29. August 2018

Anno Domini 1743 – Freud und Leid Teil 1 / Part 1


Anno Domini 1743 – Freud und Leid Teil 1 / Part 1


Nach einigen Blogeinträgen zu verschiedenen anderen Themen gibt es nun endlich den Bericht zu unserer letzten Veranstaltung. Diesmal in 3 Teilen, 1 Teil pro Tag. Einige unserer Darsteller waren diesmal schon am Dienstag in Wackershofen, auch die Pferde unseres Grabenreiters wurden schon früher als sonst auf die Koppel gestellt.
Einige unglückliche Umstände führten dazu, dass wie ewig nicht mehr viele Darsteller viel zu spät ankamen und wir darum viel Aufwand mit dem Ausgleichen der Ausfälle hatten. Zum Glück waren die Anwesenden so flexibel, dass die Programmpunkte dennoch allesamt stattfinden konnten. Mein Dank in der Hinsicht an die entsprechenden Teilnehmer, die einsprangen.

After some posts about different themes we will offer you now finally the report of our last event. Some of us arrived on Tuesday.
But this year we had many troubles because many participants could not make it to our event in time. Fortunately we have flexible participants who took the roles and that enabled us to do every part of our program. Thanks to all of you, who helped us immensely!

Das Wetter spielte diesmal nicht ganz so gut mit wie voriges, den war das wirkliche Jahr 1743 von einer sehr günstigen Witterung geprägt, die dazu führte, dass trotz Krieg die Preise nicht stiegen, so herrschte 2018 eine enorme Trockenheit und Hitze. Daher waren auch zahlreiche Felder bereits abgeerntet.
Am Donnerstagabend war mein Haushalt im Haus aus Sachsenflur bereits so ziemlich vollständig bis auf eine Magd. In der Nacht konnte ich noch unserem ersten „Franzosen“ seine Hose übergeben, die wir gemacht hatten.
https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2018/08/rekonstruktion-einer-franz-hose-teil-2.html

The weather was not as pleasant as in the last years. In 1743 the weather was very good and that’s why the price for food etc. didn’t increased although there was a war going on. But in 2018 we had an extreme dryness and heat. Therefor many fields were ploughed already.
On Thursday’s evening nearly all members of my household were assembled. During the night the first of our “Frenchmen” arrived and I could give him the breeches we made. https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2018/08/rekonstruktion-einer-franz-hose-teil-2.html

Freitag, 24. August / friday 24th august 

Einer unserer verwundeten Franzosen - one of our wounded French soldiers.


Am nächsten Morgen war ich als Amtmann unterwegs. Mit meinem Grabenreiter begaben wir uns ins Dorf Münkheim (eine andere Baugruppe als unsere), wo ich die verwundeten Franzosen in Augenschein nahm. Diese wurden von einem Barbier aus Übrigshausen versorgt. Er erklärte uns die verschiedenen Verwundungen und ob man die Franzosen würde bald nach Hall transportieren können. Vor allem einer von ihnen mit einem gelb bordierten Hut war ein Anblick des Jammers.
Recht zufrieden mit alledem begab ich mich ins Wirtshaus, wo ich in der Gesellschaft des Pfarrers und seiner Frau ganz ausgezeichnet speiste. Sie hatten mich dazu eingeladen zum Geburtstag der Frau des Pfarrers meine Aufwartung zu machen.

At the next morning I was on the way as the Amtmann. Together with my Grabenreiter we went in the village Münkheim (a different part of the museum), where I investigated the “wounded” French. A barber from Übrigshausen explained us the different wounds and told us if they could be moved to Hall. Especially one with a yellow lace at his hat looked very miserable.
Really satisfied I went to the inn. There I could eat very exquisite in the company of the vicar and his wife. They invited me to take the coffee with them later.

Nach einem schönen Ritt durch die Gegend kam ich zum Pfarrhaus. Mein Geschenk zum Geburtstag für die Hausherrin bestand in einem selbstgemachten Gedicht
„Verstrichen ist nun ein Jahr“,
welches wohl ganz dem Geschmack der Eheleute entsprach. Es zielte vor allem auf die Tugend und christlichen Taten der guten Frau. Der Kaffee und der Kuchen schmeckten sehr gut. Mein Aufenthalt war nur recht kurz, weil ich ja noch einen Ehevertrag aufsetzen sollte.
Es war interessant einen österreichischen Husaren vom Regiment Nadásdy zu treffen, der von den Siegen prahlte. Die Zeitungen waren ja wirklich voll davon. Er trieb ein Fuhrwerk auf, das er eskortierte. Immerhin in 3 Wagen mussten auch österreichische Verwundete nach dem Gefecht bei Übrigshausen nach Hall gebracht werden.

Ein Husar vom Regiment Nadásdy und ein Fuhrwerk - a hussar of the regiment Nadàsdy and a confiscated cart.


Dienstag, 14. August 2018

Rekonstruktion einer franz. Hose Teil 2 – Reconstruction of a pair of french breeches part 2

Unsere Militärhose - our military breeches.

Nun sind wir endlich mit unserem kleinen Projekt eine französische Militärhose zu herzustellen fertig. Was freilich unbefriedigend war, war die Quellenlage. Die Bildquellen geben praktisch über fast keine Details Auskunft.

Donnerstag, 9. August 2018

Nach dem Gefecht bei Übrigshausen – after the combat at Übrigshausen



Kurz nach dem Gefecht wurden die verwundeten Franzosen nach Schwäbisch Hall geschafft. Während die verwundeten österreichischen Husaren ins Sternen- und Schwanenwirtshaus kamen[1], mussten die zahlreichen französischen Blessierten in die Kaserne von Unterlimpurg[2]. Diese stand leer, da die Reichsstadt infolge des Stadtbrandes von 1728 keine Kreissoldaten stellen brauchte[3]. Die Österreicher allein hatten 3 Wagen gebraucht um ihre Verwundeten abzufahren.

Shortly after the combat the wounded French were transported to Schwäbisch Hall. The wounded Austrian Hussars were brought to the “Sternen-” and “Schwanen”taverns. But the French wounded had to go the barracks of Unterlimpurg. The barracks were empty because the imperial city had not to raise soldiers for the Swabian circle after the great fire in 1728. The Austrians alone had to use 3 waggons for the transport of their wounded.

Österreichischer Husar und französischer Dragoner - Austrian hussar and French dragoon (Schützenscheibe von 1743 - target painted in 1743) Hällisch-Fränkisches Museum (Foto: Kim Krawiec)

Über den Aufenthalt der Verwundeten beider Seiten wissen wir nicht viel. Ein „Cornet Dessovi“ scheint sich über die Unterbringung der verwundeten Husaren beschwert zu haben[4]. Wegen der in Hall untergebrachten Franzosen musste der Rat mit einem Colonel Lieutenant Dailly verhandeln[5].

We don’t know much about the stay of the wounded of both sides. A certain Austrian “Cornet Dessovi” was mentioned, who complained about the lodgings in addresses to the magistrate. A Colonel Lieutenant Dailly had to negotiate with the magistrate of Hall concerning the French wounded.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Das Gefecht bei Übrigshausen – the combat at Übrigshausen


Vor 275 Jahren fand zwischen den österreichischen Truppen und den Franzosen ein Gefecht in der Nähe von Schwäbisch Hall statt.
Wie wir vor ein paar Wochen erwähnt haben, beschloss Broglie einen Rückzug seiner Armee. Dieser fand unter ständigen Attacken der österreichischen Verfolger statt. Bei Eislingen fand ein solcher Angriff statt. Die angegriffenen französischen Infanteristen bildeten zwar noch eine Wagenburg für sich und 1.000 Verwundete, wurden dann aber beim Entfliehen aus der Wagenburg, als die österreichischen Husaren zahlreicher wurden, niedergehauen und die meisten zu Gefangenen gemacht [1].
Am 1., 2., 3., 4., 5. und 6. Juli kam die französische Armee Broglies durch Schwäbisch Hall und lagerten bei der Stadt auf der Heide.
Broglie selbst, de Saxe und etliche Generäle waren in der Stadt untergebracht.

275 years ago there was a combat Austrian troops versus French near Schwäbisch Hall.
As we mentioned some weeks ago, Broglie decided his retreat. That happened under many attacks by the Austrian persecutors. Near Eislingen one of these attacks took place. The attacked French infantry formed a corral for themselves and 1.000 wounded. But they were ridden down by the Austrian hussars when they left the corral. Most of them became prisoner of war.
At the 1st, 2nd, 3rd, 4th, 5th and 6th of July the French army under Broglie passed through Schwäbisch Hall and had a camp at the heath.
Broglie himself, de Saxe and many generals had their quarters in the town. 

Eine Szene des Gefechts von Übrighausen auf einer Schützenscheibe von 1743 (Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall) - a scene of the combat at Übrighausen on a target from 1743 (Hällisch-Fränkisches Museum Schwäbisch Hall).

Karte der Umgebung - plan of the area, please note the villages and hamlets in red where the plundering countryman came from.


Ich hatte die Gelegenheit zahlreiche Quellen zum anschließenden Gefecht zwischen Übrighausen und Münkheim zu erforschen. Dies ist nun das ungefähre Bild von der Aktion. Eine französische Wagenkolonne wurde auf der Straße zwischen Münkheim und Übrighausen, scheinbar noch etwas unterhalb von letzterem Dorf, von einem österreichischen Offizier angehalten. Der österreichische Husarenrittmeister Baron Stephan Perény de Nagy Szörosz forderte einen französischen Offizier in einer Kutsche, der neben einem Pfarrer saß dazu auf sich zu ergeben. Doch der Pfarrer habe nach dieser Rede dem Rittmeister „mit einem Pistol vor den Kopf geschossen“[2], worauf der Husarenrittmeister tot vom Pferd fiel. Damit setzte der Kampf an, der von Zeitgenossen als Scharmützel bezeichnet wurde. Der exakte Verlauf ist nicht weiter nachvollziehbar, aber die Franzosen scheinen sehr überrascht gewesen zu sein.      
Die Österreicher werden in einer Quelle mit 250 Mann Stärke angegeben, während die Franzosen über 2 Grenadierkompanien, 50 Füsilieren und 100 Dragonern verfügt haben. An anderer Stelle ist von 2000 Österreichern die Rede.
Die Anzahl der französischen Verluste variiert zwischen 110 Tote und viele Verwundete sowie 50 Gefangene[3] und 70 Gefangene und der Rest an Toten und Geflüchteten[4]. Fast noch eklatanter gehen die Schätzungen der österreichischen Verluste auseinander, die bei 7 Toten und 20 Verwundeten[5] oder woanders bei einem Toten und einigen wenigen Verwundeten[6] gelegen haben.

I had the chance to study many sources about the upcoming combat between Übrigshausen and Münkheim. This is the picture I got from these studies.
A French column of carts was ordered to hold at the road from Münkheim to Übrigshausen, under the village of Übrigshausen. The Austrian captain of hussars, the baron Stephan Perény de Nagy Szörosz, asked a French officer sitting with a priest in his carriage to surrender. But the priest “shot with a pistol before the head” of the Austrian captain and he fell dead to the ground. Than the combat began. The exact development is not clear to me, but it seems that the French were completely surprised.
The Austrians sometimes are said to have 250 men another source mentions 2.000 men strength, while the French had 2 companies of grenadiers, 50 fusiliers and 100 dragoons.

Freitag, 1. Juni 2018

Rekonstruktion einer Hose für einen französischen Soldaten – Reconstruction of a pair of breeches for a French soldier 1743.


Wir wollen für die diesjährige Veranstaltung in Wackershofen eine Uniformhose nachschneidern. Die Hosen dürften neben den Hemden zu den wenigen Kleidungsstücken zählen, welche die von Bauern und österreichischen Husaren ausgeplünderten französischen Verwundeten nach dem Gefecht bei Übrigshausen und Münkheim noch auf dem Leibe trugen.

We want to recreate a pair of uniform’s breeches for our event at Wackershofen this year. The breeches should be beside the shirts some of the few garments, the French wounded still had on their bodies after they were plundered by peasants and Austrian hussars following the encounter at Übrigshausen and Münkheim.

Über die Beschaffenheit der Hose sagt die maßgebliche „Ordonnance du Roy“ von 1736 leider nur sehr wenig.

Da heißt es
« Il ne sera employé dans la veste & dans la culotte, que deux aunes aunes deux tiers de tricot, ou trois aunes trois quarts de Cadix-Agnane gris blanc. »[1]
Schnitt der Culotte des Regiments Lyonais nach Delaistre - pattern of the culotte of the regiment Lyonais by Delaistre.
Übersetzung : Es sollen nicht mehr als drei Ellen und zwei Drittel von Tricot (etwa 4 ½ Meter) oder drei Ellen und drei Viertel (etwas mehr als 4 ½ Meter) von Cadix-Agnane in Grau-Weiß verwendet werden.
Weiter unten findet man den Hinweis, dass die Weste ebenso wie Rock und Hose von unten und oben in Grau-Weiß gefertigt sein soll, außer in gewissen Ausnahmen.
Der Hintergrund des Reglements war offensichtlich, dass die eher farbenfrohere Uniform von vor 1736 wie sie uns beispielsweise Gudenus noch in seiner Abbildung der französischen Überläufer während der Belagerung von Mainz überliefert, durch eine vorwiegend weiße Uniform ersetzt wurde, wobei auch die Westen und Hosen überwiegend weiß sein sollten.

Die einzigen einwandfrei zuzuordnenden Schnitte französischer Militärhosen finden sich auf den Uniformtafeln von Jacques-Antoine Delaistre (1690-1765), die in den 1720ern entstanden sind. Einen davon habe ich zur Grundlage einer Umrisszeichnung genommen, auch da das hier abgebildete Regiment, Lionnois, eindeutig unter Broglie in Süddeutschland diente[2].

There are only a few notes about the composition of the breeches mentioned in the „ordonnance du Roy“ from 1736.

There you may read:
« Il ne sera employé dans la veste & dans la culotte, que deux aunes aunes deux tiers de tricot, ou trois aunes trois quarts de Cadix-Agnane gris blanc. »
Translation : “You should not use more than 3 yards and 2/3 of tricot (around 4 ½ m) or 3 yards and ¾ (a bit more than 4 ½ m) from Cadix-Agnane in grey-white.”
Somewhere beneath you may find the note, that waistcoats should be made on top and below by grey-white material, except some exceptions.
The background of the new regulation was possibly that the colourful uniforms – drawn by Gudenus for example during the siege of Mainz – were replaced by mostly white uniforms, of whom even the waistcoats and breeches should be white.

The only clearly attributable pattern of French military breeches could be find on the uniform plates by Jacques-Antoine Delaistre (1650-1765), that were created in the 1720s. One of those I took as a basic for a sketch. By the way, I’ve chosen this example because it belongs to the regiment Lionnois, which served under Broglie in southern Germany.

Text: André Hanselmann
Zeichnung/drawing: André Hanselmann




[1] Ordonnance du Roy, concernant l’habillement de l’infanterie Françoise. Du 20. Avril 1739, P. 6
[2] « Habillement d’un soldat du regiment de Lionnois » planche 87 du tome I de "Infanterie et Gardes françaises" vers 1721 in L’Agence Photo Réunion des Musées Nationaux - Grand Palais, Invantarnummer : A1J7 ; 10849

Dienstag, 8. Mai 2018

Der Krieg in Süddeutschland nach der Schlacht bei Simbach – War in southern Germany after the battle of Simbach.



Der Krieg in Süddeutschland nach der Schlacht bei Simbach – War in southern Germany after the battle of Simbach.

Vor 275 Jahren fand die Schlacht bei Simbach nahe der Stadt Braunau statt. Wir haben bereits einen Blogeintrag dem Thema gewidmet. https://wackershofenannodomini.blogspot.de/2017/09/ein-besuch-des-schlachtfelds-von.html

275 years ago the battle of Simbach near the town Braunau took place. We had a blogpost about this event already: https://wackershofenannodomini.blogspot.de/2017/09/ein-besuch-des-schlachtfelds-von.html
Nach der Schlacht zog sich ein Teil der Trümmer von Minuzzis bayerischer Armee in die Mauern von Braunau zurück, wo diese Truppen von den Österreichern belagert wurden.
Feldmarschall Seckendorff verfügte in der Folge nur noch über bescheidene Kräfte und die bayerische Armee spielte daher bis zum separaten Waffenstillstand Ende Juni 1743 keine maßgebliche Rolle mehr.

After the battle the remnants of Minuzzis Bavarian army retreated behind the city walls of Braunau, where they were besieged by the Austrians previously.
After this catastrophe Field Marshall Seckendorff had only small forces and the Bavarian army didn’t played any significant role until the separate armistice at the end of June 1743.

Die Gegend von Braunau auf der Reproduktion einer Karte des 18.Jh. - the area of Braunau on a 18th century map ("Nouvelle Carte Geographique des Postes D'ALLEMAGNE" Homan'sche Erben, Nürnberg, 1786)

Die entscheidende Niederlage Minuzzis veränderte die Lage in Bayern grundlegend. François-Marie de Broglie (1671-1745) bat den König um Verstärkung. Louis XV willigte ein und befahl am 20. Mai Noailles dem Marschall Broglie 12 Bataillone und 10 Eskadronen zuzuschicken. Noailles erhielt die Anweisung schon am 23. Mai – in 3 Tagen fand die Nachricht also bereits selbst in Kriegszeiten seinen Empfänger von Versailles an den Main[1].

The decisive defeat of Minuzzi changed the situation in Bavaria fundamentally. Broglie asked the king for reinforcements. Louis XV complied and ordered Noailles at the 20th of May to send 12 battalions and 10 squadrons to Broglie. Noailles got the order already on May 23th – 3 days only for a message from Versailles to the Main River!

Montag, 30. April 2018

Landleben 1618 Teil 2 / Part 2


Der Samstag stand im Zeichen des sogenannten Zehnteides. Im 16. und 17. Jahrhundert fand zusammen mit dem Ablegen des Zehneides die Musterung statt. Wie im Artikel „Unbewaffnete Bauern?“ (https://wackershofenannodomini.blogspot.de/2017/11/unbewaffnete-bauern-unarmed-peasants.html ) beschrieben hatten wir uns auszurüsten. In den Jahren davor haben wir ja 3 Pikenschäfte hergestellt an die wir nun die Pikenspitzen befestigten.
Am Morgen setzte ich den Unterricht fort.
Meine Mägde und meine Frau hatten an diesem Vormittag die Wäsche zu waschen. Dazu nahmen sie erstmalig Seifenkraut. Wie schön, dass sowas hier wächst.
Gegen Mittag traf der Amtmann ein – ausnahmsweise nicht von mir dargestellt.

Meine Tochter hält das Pferd des Amtmannes - my daughter with the Amtmann's horse.


Der Dorfhauptmann mit Pike und Helm - the "Dorfhauptmann" with pike and helmet.

On Saturday we had our focus on the „Zehnteid“. During the 16th and 17th century there was always the inspection of the peasant’s arms when the subjects had to swear the tithe. We had to be equipped like mentioned in the post about the armed peasants (  https://wackershofenannodomini.blogspot.de/2017/11/unbewaffnete-bauern-unarmed-peasants.html ). During the last years we had produced pike shafts. We fixed the heads of the pikes on the shafts to be ready for the inspections.
In the morning I continued school.
My farm lasses and my wife had to make the laundry. They used soapwort for the first time. It’s great that this sprouts here.
At noon the “Amtmann” (sheriff) of our district arrived – exceptionally not portrayed by me.

Unser Haushalt macht die Wäsche - our household make the laundry.
 
 
Saubere Wäsche ist ein schöner Anblick - a nice view on our cleaned shirts.
Der Amtmann ließ sein Pferd von meinem Knecht im Stall einstellen und aß mit uns zu Mittag. Danach kam gegen halb 2 Uhr der Schuster vor unserem Haus an. Der Amtmann hörte uns den Eid sprechen und inspizierte unsere Waffen. Drei von uns hatten Langspieße und mein Knecht hatte ein Schwert, einen Helm und einen Harnisch. Der Amtmann zeigte sich hoch zufrieden mit uns.
Auch die beiden reisenden Krämer mit dem Steinzeug wurden dem Amtmann vorgeführt. Sie sollten sich am Abend ausweisen, ob sie auch eine Genehmigung zum Verkauf ihrer Waren hatten.

Meine Magd Johanna bei dem Schuster vor seinem Häuschen - Johanna, my maid, visiting the cobbler in front of his small cottage.
Viele Frauen in rot und das von meiner "Mutter" frisch gebackene Brot - many ladies in red and the new bread.