Heute möchten wir euch ein paar Blogs vorstellen, die wir ganz interessant finden, wenn man über unsere Zeit recherchieren will.
https://warsoflouisxiv.blogspot.de/
Dieser englische Blog beschäftigt sich mit der Zeit des englischen Bürgerkrieges bis hin in die Mitte des 18.Jh.. Der Blogger hat bereits zur Schlacht bei Sedgemoor publiziert und wirkt seit langem bei The Sealed Knot mit.
Man findet dort zahlreiche Abbildungen aus dem 17./18. Jh. sowie Hinweise zur Reenactmentszene in Großbritannien mit ihren zahlreichen Veranstaltungen.
Sehr interessant ist auch https://kriegsbuch.blogspot.de/#!/
Ein Blog, der sich mit so spannenden Aspekten des Dreißigjährigen Krieges wie dem Gelände bestimmter Schlachten beschäftigt. Hier erfährt man seltene Details.
Today we start to publish some postings in english, which we found interesting and helpful, if you want to research our period.
We'll begin with blogs, that we thought to be of intrest:
https://warsoflouisxiv.blogspot.de/
is an good example. This english blog offers much information about the time of the english civil war and the early to mid 18th century. The blogger had published a book about the battle of Sedgemoor and was a member of the Sealed knot for a long time.
You may find there many pictures of the 17th and 18th century and anouncements about the reenactment in UK.
Very interesting too: https://kriegsbuch.blogspot.de/#!/
You will find many rare details about the 30 years war in this blog.
Dienstag, 31. Januar 2017
Sonntag, 8. Januar 2017
Landleben 1616, 16.-17. April 2016
Das erste Mal wagten wir uns vergangenes
Jahr auf eine Zeitreise ins 17.Jahrhundert. Es gibt keinen
geeigneteren Ort im Museum das zu tun, als im Haus aus Zaisenhausen.
Dieses wurde mit einem bäuerlichen Haushalt bestehend aus einem
Bauern (ich), seiner Familie, einem Knecht, zwei Mägden und Kindern
probiert. Es gab zwar kein konkretes Programm, aber wir hatten uns
ein bisschen was vorgenommen. Wir durften einen Weidenzaun ausbessern
und ich hatte mir insbesondere zum Ziel gesteckt eine Stange für
einen Spieß vorzubereiten.
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| Die Reisenden in ihrer prächtigen Kleidung vor unserem schönen Haus.Im Hintergrund: ich und die beiden Mägde. |
Samstag, 3. Dezember 2016
Viehmarkt 1756 - 19.-21.August 2016
Dieses Jahr hatten wir
uns mit dem Viehmarkt einen besonders großen Brocken vorgenommen,
der viel Aufwand bedeutete. Sämtliche Gunkels nächtigten nun im
Haus aus Zaisenhausen.
Ein neuer Modus sollte
gewährleisten, dass diesmal alle Darsteller ab Freitags 9 Uhr bis
Sonntags 18 Uhr anwesend sein sollten.
Der Freitag wurde vom
Regen des Vortages überschattet, welcher die Heuernte um 11 Uhr
leider ausfallen ließ. Dafür gelang es uns rascher als erwartet die
Koppel für den Viehmarkt auszubessern. Wir das waren die beiden
Gunkels und mein Knecht sowie Paul, der neue Jäger. Die beiden
letzteren schmückten anschließend die Eingänge der Koppel, während
wir uns um anderes kümmerten.
Am Morgen hatte ich mich
schon mit dem Schultheißen Kaiser ausgetauscht welche Passagen er
bei der Gemeindeversammlung vorlesen sollte. Tatsächlich erschienen
zahlreiche Männer zur Einteilung der Gemeindewache, auch der Winter,
der später ein sonderbares Schicksal haben sollte. Leider konnten
wir nicht die Steinschlossflinten vorführen, auch wenn diese als
Bewaffnung der Dorfwachse sicherlich plausibel gewesen wäre.
Gegen 4 wurde vor dem
Steigenwirtshaus getanzt und dem Puffspiel gefrönt. Das machte wie
gewohnt viel Laune. Zum ersten Mal seit langem durfte ich mit Marie,
einer Magd des Hauses, tanzen.
Am Abend wurde die Fahne
von mir mit Nägeln an die Stange geheftet und von der Magd Kathrina
aus dem Schulmeisterhaushalt zuende genäht. Fahne schwingend zogen
wir dann auf zum Gasthaus. Die Fahne ist nur ein aus Gelb und Rot
zusammengenähtes Fähnchen, das am „Zollhaus“ zum Viehmarkt
aufgesteckt werden sollte. Der Abend wurde trommelschlagend und gut
gelaunt im Gasthaus beschlossen.
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| Die beiden Gunkelbrüder und einige Mägde vom Steigenwirtshaus beim Puff-Spiel. |
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Dienstag, 27. September 2016
Anno Domini 1765 – Bauernhochzeit“ 21.-23. August 2015
Als kleine Nebenthemen hatten wir auch
die Feuerordnung. Der Amtmann des Amtes Rosengarten, Johann Ernst
Mayer, hatte 1765 moniert, dass nur noch ein gedrucktes Exemplar
vorhanden war. Die Feuergefahr war eine ständige Bedrohung in Stadt
und Land wie zahlreiche Edikte aus der Zeit ebenso wie Berichte in
Chroniken über Großbrände berichten. Gerade 1765 wurde in
Schwäbisch Hall selber ein schrecklicher Brand glücklicherweise
durch Geistesgegenwart knapp verhindert.
Ziemlich kurzfristig vor der
Veranstaltung musste ich auch ein weiteres Thema finden, was mir auch
mit der Straßenausbesserung m.E. recht gut gelungen ist. 1765 war
Georg Heinrich Fellen, der Michelfelder Landtürmer, für die Wartung
der Landstraße in der Gegend der Roten Steige zuständig. Wir hatten
beschlossen fußend auf die Information vom 5. Januar 1737 ein paar
Straßenausbesserungen vorzunehmen.
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Sonntag, 5. Juni 2016
"Anno Domini 1749 – Landfriedensbruch an der Roten Steige?“ Teil 3 22.-24.August 2014
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| Der Pfarrer von Michelfeld bei der Predigt |
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Montag, 18. April 2016
"Anno Domini 1749 - Landfriedensbruch an der Roten Steige?" Teil 2 22.-24. August 2014
Eine besondere Herausforderung bestand in der Fülle der nahezu oder tatsächlich gleichzeitig damals stattgefundenen Ereignisse. Am Freitag sollte also der für die Bibersfelder damals sicherlich denkwürdige 13. August 1749 dargestellt werden.
Als
das Museum am Freitag die Tore öffnete, war die Uhrzeit des eigentlichen
Überfalls praktisch schon vorüber. So konnten die Besucher nur noch gegen 10
Uhr die letzten Alarmschüsse vernehmen, die wie damals von der Anhöhe (1749 vom
heute nicht mehr erhaltenen Michelfelder Landturm aus) abgegeben wurden. Eine
Weile später traf gegen Mittag (eine Interpretation meinerseits) der Amtmann
Sanwald zu Pferde ein und begann sogleich die anwesenden Zeugen zu befragen
(bei den Aussagen orientierten wir uns an den Reichskammergerichtsakten). Vor
allem der Handwerker Sprandel, der auf der Baustelle am Wirtshaus tätig war,
hatte viel zu erzählen. Die überall verstreut liegenden Federn des vom würzburgischen
Militär geraubten Geflügels und die Unordnung in den Kammern waren beredte
Zeugnisse der Plünderung. Nachdem am Wirtshaus die wichtigsten Augenzeugen wie
Wirt und Wirtin zu Protokoll genommen waren, begab sich der Amtmann mit seinem
Amtsschreiber zu den Bibersfelder Opfern. Nachdem er auch sie in Augenschein
genommen hatte, schrieb der Amtmann sogleich nach Schwäbisch Hall um den
Chirurgus Thüringer von dort anzufordern. So ging ein ereignisreicher Tag zu
Ende, freilich nicht ohne dass langsam in der Schmiede und am Backofen auch
wieder Normalität eingekehrt wären.
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| Der Amtmann wird vom Wirt empfangen. |
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Samstag, 23. Januar 2016
„Anno Domini 1749, Landfriedensbruch an der Roten Steige“ Teil 1 - 6.4.2014
2014
sollte ein ganz besonderes Jahr aus vielfacher Hinsicht werden.
Erstens sollten wir diesmal zweimal im
Freilandmuseum sein – an dem üblichen Augusttermin und im April zum
Eröffnungswochenende, wenn sich die Freilichtmuseen Baden-Württembergs vorstellen.
Zweitens ging der Augustveranstaltung eine
mehrjährige Vorbereitung voraus, da das Thema des würzburgischen
Landfriedensbruches 1749 sehr umfangreich war.
Drittens sollte zum Thema, das wir 2014 vorstellen
würden, eine Publikation des Freilandmuseums erscheinen.
Viertens wurden erstmalig eine ganze Reihe
historisch greifbarer Personen dargestellt: der Amtmann Johann Lorenz Sanwald
(1711-1771), der Pfarrer von Michelfeld Johann Joseph David Messerer
(1699-1759) sowie der Physikus Thüringer, der Grabenreiter Haas, das Wirtspaar
Martin und Salomé Kircher und der Amtsschreiber Bratz.
Fünftens wurde ein konkretes historisches Ereignis
vorgestellt, das auch wirklich im und am Steigengasthaus stattgefunden hat.
Sechstens bezogen wir in diesem August erstmalig
ein weiteres Objekt umfangreicher in die Darstellung mit ein: das Haus aus
Zaisenhausen.
Siebentens war es nunmehr bereits unsere 5.
Veranstaltung. Ein kleines Jubiläum sozusagen.
Im Winter 2013/2014 war auch ein kleiner Text im
Druck erschienen, worin ich beleuchtete wie man eine Veranstaltung wie „Anno
Domini 1763“ vorbereitet und wie die Recherche abläuft.
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| Wirtin und Magd in einer Küche fast ganz ohne den obligatorischen Rauch. |
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