Review – Miniaturen von Lukas
Fischer/Miniatures by Lukas Fischer
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Heute gibt es mal etwas Neues. Die Leser unseres
Blogs haben ja schon erfahren können, dass ich mich auf ganz verschiedene Weise
der Geschichte nähere. Das Hobby Tabletop ist so ein Zugang. Obwohl ich mich
ursprünglich auf die Armeen Österreichs und Frankreichs mit dem Hintergrund der
Belagerung von Freiburg [1] und
dem vorhergehenden Feldzug konzentriert habe, war irgendwann das Jahr 1743
allzu verlockend und dann kommt man auch um die Schlacht bei Dettingen nicht
herum. Dazu hatte ich auch dann für das Regelwerk HoW (Honours of War) nach bestem Wissen und
Gewissen nach meinem Kenntnisstand ein Szenario verfasst. Bald soll von McNally
ein Buch mit dem modernen Forschungsstand bei Osprey erscheinen[2].
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| Unser Dettingen-Spiel 2019, Briten von RedBox in der Bildmitte links - our Dettingen-game in 2019, British by RedBox in the middle of the picture at the left. |
Nichts war also naheliegender als eine britische
Armee aufzubauen, welche bei der Infanterie überwiegend auf die beiden Sets von
RedBox 72049 und 72050 fußen.
Lukas Fischer, der sich auf 3-D-Rekonstruktionen
spezialisiert hat, produziert nun selber Plotfiles für Modellfiguren der
britischen Linieninfanterie[3],
wobei man auch ausgeplottete Minis bestellen kann. Ich habe nun einige Figuren
zugesendet bekommen und Gelegenheit gehabt sie mit meinen bereits vorhandenen
Minis zu vergleichen. Der Vorteil beim 3D-Druck ist natürlich, dass man die
Figuren in beliebigen Maßstäben ausgeben kann.
| Vergleich, Highlander von RedBox 72050 links und Briten von Lukas Fischer Rechts unbemalt - Comparison, highlander by RedBox 72050 left and British infantry by Lukas Fischer at the right. |
Hier sieht man nun ein paar Beispiele. Im
Vergleich zu RedBox fällt auf, dass Details weniger deutlich herausstechen. Knöpfe
und Schnallen müssen in meinem Maßstab (1/72) gemalt werden und die Miniaturen
geben nicht so deutliche Anhaltspunkte. Aber daran bin ich gewohnt. Die Proportionen
ähneln eher dem Stil vieler Revell-Sets und entsprechen meines Erachtens eher dem
Real-Scale, während die RedBox-Figuren eher große Köpfe, Hände und dickere
Gliedmaßen haben. Die Ausrüstung ist bei den RedBox-Figuren leichter
identifizierbar. Die Figuren von Lukas Fischer haben auch generell eine völlig
andere Ausstattung, die auf die minimale Ausrüstung mit Muskete, Seitenwaffe
und Patronentasche beschränkt ist. Dabei ist allerdings nicht ganz sicher, ob
nicht im 18.Jh. teilweise ein Teil der Ausrüstung ohnehin vor der Schlacht
zurückgelassen wurde, was das Fehlen der Tornister zum Beispiel plausibel
machen würde. Von den Posen her erinnern die Figuren stark an zeitgenössische
Kupferstiche. Ein Vorteil gegenüber dem RedBox Set 72049 ist das Vorhandensein
der Pose des kniend feuernden Soldaten.
Das Material ist sehr hart, ganz anders als bei
Figuren etwa von HäT oder RedBox. Bei den hier von mir bemalten Figuren ist
bislang nichts abgebrochen.
Ich habe meine Miniaturen als 1st Foot Guards
bemalt. Die Details der elaborierten Uniform dieser Einheit wie die doppelte
Reihe von Borte auf den Aufschlägen vermochte ich beispielsweise nicht zu
malen. Mag aber auch am mangelnden Talent oder falschen Pinseln meinerseits
liegen.
Als Gegenüber der Gardes Francaises etwa bei
Fontenoy in der berühmten und von Voltaire erwähnten Situation sind die Foot
Guards einfach beinahe ein Muss für den Sammler bzw. Spieler.
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| Mein King's Regiment (8th) ausschließlich aus Figuren von RedBox set 72049 - my King's or 8th Regiment, only figures by RedBox 72049. |
| Meine 1st Foot Guards noch ohne Grenadiere und Fahnen - my First Foot Guards without grenadiers and colours. |
Insgesamt gefallen mir die Modelle als Ergänzung
meiner Sammlung. Ich mische ganz ungeniert Miniaturen unterschiedlichster
Hersteller (wie etwa Zvezda und Revell) innerhalb einer Einheit und habe daher
auch keine Probleme damit diese Figuren neben meinen RedBox-Figuren
einzusetzen. Eine Base fehlt noch zu meiner kompletten Einheit, die am Ende 6
Basen haben wird, da ich bislang noch keine Figuren für Fahnenträger und
Grenadiere bekommen habe.
Von der Ästhetik her ist es ja immer Geschmackssache.
Ich mag die Minis, auch wenn sie eher starr wirken. Aber in der Gruppe machen
sie einen irgendwie imposanten Eindruck.





